Freitag, 1. Juni 2012

[Rezension] Ready Player One


Ready Player One von Ernest Cline habe ich von Blogg dein Buch und dem Penhaligon Verlag zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank dafür! :)

Erscheinungsdatum: 26. März 2012
Preis: €19,99 (gebunden) --->  Kaufen
Seiten: 513


Inhalt: James Halliday ist der Erfinder des Online Spiels OASIS. Er fing als MMOG* an, entwickelte sich aber zu einer virtuellen Realität. Die Menschen verbringen ihre ganze Freizeit in der OASIS, um der immer schlimmer werdenden Realität zu entfliehen. Als der Entwickler des Spiels stirbt, erfährt die ganze Welt von dem Easter Egg**, das Halliday vor seinem Tod in die OASIS einprogrammiert hat. Wer es zuerst findet, erbt mehrere Milliarden Dollar und außerdem die ganze Macht über die OASIS.
Wie so viele macht sich auch Wade auf die Suche nach dem Ei und widmet sein ganzes Leben der Jagd. Als er nach mehreren Jahren als erster einen Hinweis findet, wird er auf einen Schlag berühmt – und gerät so in Gefahr. Millionen von Menschen sind auf der Suche nach dem Easter Egg und Wade ist der Einzige, der bisher etwas herausgefunden hat. Den Killer-Kommandos und Erpressungen kann er nur entfliehen, indem er das Spiel bis zu seinem Ende durchspielt.


Meinung:
Halliday war ein großer Fan der 80er Jahre, weshalb Filme, Spiele und Musik aus dieser Zeit der Weg zur Lösung des Rätsels sind. Das ist den Menschen klar und die „Jäger“, die sich auf die Suche nach dem Ei machen, beschäftigen sich eingehend mit den oben genannten Medien. Wade ist erst 17, aber trotzdem schon seit 5 Jahren bei der Jagd dabei und inzwischen ist er Experte, was die 80er betrifft. Er hat sämtliche Spiele durchgespielt, Filme gesehen und Musik gehört, die in diesen 10 Jahren erschienen sind.

Wenn man selbst in den 80ern aufgewachsen ist, ist das Buch wahrscheinlich noch interessanter. Ich selbst habe die 80er nicht miterlebt, weshalb ich bei den Rätseln, die zum Versteck des Eis führen, nicht mitdenken konnte und ziemlich ahnungslos war. Normalerweise wird alles gut erklärt, aber zwischendurch werden einfach ein paar Namen von Filmen, Serien oder Spielen aufgezählt, wo ich von 99% nicht mal den Namen kannte.

Die Idee der OASIS finde ich super. Anfangs war es wirklich nur ein Spiel, aber es entwickelte sich mehr und mehr zu einer zweiten Realität. Die Menschen konnten dort nicht nur virtuell Freunde treffen und gegen Monster kämpfen um Erfahrung zu gewinnen, sondern auch zur Schule gehen oder Arbeiten. Am Ende der Schulzeit bekamen die Schüler dann ein gültiges Zeugnis ausgestellt und die Erwachsenen werden für die Arbeit wie im echten Leben bezahlt.
Besonders schüchterne Menschen, die im Real Life nicht gut zurecht kommen, weil sie sich im Umgang mit ihren Mitmenschen ungeschickt anstellen, haben die Chance, sich ein neues Leben zu kreieren und anonym neu anzufangen. Ich selbst habe auch die Erfahrung gemacht, dass es im Internet viel einfacher ist zu kommunizieren, als wenn man den Personen wirklich gegenüber steht. So ist das jedenfalls bei mir.

Wade ist in der OASIS quasi aufgewachsen. Seine Eltern waren noch jung, als er geboren wurde, und mussten viel arbeiten, um ihn versorgen zu können. Also haben sie ihn, sobald er alt genug war, in die OASIS geschickt, wo er lesen, schreiben, rechnen und alles andere was man im Leben braucht, gelernt hat. Auch später verbringt er den Großteil seiner Zeit in der virtuellen Welt. Als er dann auch im Spiel zur Schule gehen kann, loggt er sich nur noch zum schlafen aus. Seine ganze Freizeit nutzt er, um Information über Halliday zu sammeln und sich alte Filme so oft anzuschauen, bis er sie auswendig kennt. Er tut alles, um das Geld zu gewinnen und den Trailerpark, in dem er lebt, verlassen zu können. Mit dem Geld plant er, die Erde zu verlassen, bevor sie vollständig untergeht.

Man wurde nicht von Beschreibungen der Umgebung überschüttet, trotzdem kann man sich als Leser gut vorstellen, wie es in der OASIS aussieht, weil es knapp aber präzise beschrieben wird. Ich konnte mich perfekt in die Welt hineinversetzen und mit der Handlung mitfiebern. Immer wieder habe ich mich gefragt, was denn nun die Lösung des Rätsels ist, wie lange Wade noch braucht, bis er es herausfindet oder ob er es überhaupt schafft.

Fazit:
Wer sich für Videospiele überhaupt nicht interessiert, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Allen anderen würde ich es aber sehr empfehlen! Wer Lust auf etwas Außergewöhnliches hat und sich zudem für Spiele und die 80er interessiert, wird an diesem Buch nicht vorbei kommen!
5/5 Punkten

*MMOG: Massively Multiplayer Online Game
*Easter Egg: Versteckte Boni in Videospielen, die mit der Handlung meist nichts zu tun haben und nur als Überraschung gedacht sind

1 Kommentar:

  1. Uuuuhh...
    Habe erst gerade deine Rezension gesehen und mir gefällt sie ziemlich gut :)
    Ich finde es toll, dass du auch auf die Umgebung eingehst und deine eigenen Erlebnisse mit einbaust (Y)
    Ich freue mich schon, das Buch zu lesen.

    LG, Feyza :)

    AntwortenLöschen