Samstag, 25. August 2012

[Rezension] Gefährlich wie ein Engel


Titel: Gefährlich wie ein Engel (Wächter der Seelen #1)
Autor/in: Annette McCleave
Verlag: Knaur.
Format:  broschiert
Seitenzahl: 406
Preis: €9,99
Reihe: Wächter der Seelen (Bände an sich abgeschlossen)
1. Gefährlich wie ein Engel (13. Dezember 2010)
2. Verlockend wie ein Dämon (7. März 2011)
3. Zärtlich wie ein Krieger (12. September 2011)

Inhalt: Lachlan ist ein Wächter der Seelen. Er ist dafür zuständig die Seelen der Verstorbenen einzusammeln, damit sie in den Himmel oder die Hölle gebracht werden können. Aber er hat noch eine zusätzliche Aufgabe, die er sich nicht erklären kann: Er soll auf ein Mädchen namens Emily aufpassen. Seit wann interessiert sich der Tod für Menschenleben und was ist so besonders an dem Mädchen? Lachlan rettet sie nach einem Busunfall und lernt dabei ihre Mutter kennen. Er wird schneller in das Leben der beiden hineingezogen als er sollte…


Meinung:
Die Wächter der Seelen sind diejenigen, die weder in den Himmel, noch in die Hölle gehören. In ihrer Zeit als Wächter können sie sich einen Platz im Himmelreich verdienen.
Lachlan ist eigentlich schon tot und altert nicht mehr, was es ihm so schwer macht, Emily und vor allem ihrer Mutter Rachel näher zu kommen. Er altert nicht mehr und wird noch 90 Jahre auf der Erde bleiben, weshalb er keine Beziehung eingehen kann. Trotzdem fühlt er sich zu Rachel hingezogen und das, obwohl er sowas seit 400 Jahren nicht mehr gefühlt hat und nicht dachte, dass er dazu in der Lage wäre.

Emilys Freund Drew ist da das größere Problem. Er ist nämlich 22 Jahre alt, fährt Motorrad – und ist ein Dämon. Er ist der Hauptgrund, dass sich Em und ihre Mutter immer weiter voneinander entfernen. Sie möchte ihnen nämlich den weiteren Kontakt verbieten, allerdings hat Drew Em schon so weit eingewickelt, dass sie ihm mehr vertraut als ihrer eigenen Mutter.

Die Geschichte dreht sich allerdings nicht nur um die Probleme von Emily und ihrer Mutter, sondern es geht „nebenbei“ auch um den Kampf zwischen Wächtern und Dämonen, die jedes Mal aufs Neue um die Seelen der Verstorbenen kämpfen.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere sind alle sehr realistisch und die Handlung ist zwar nichts komplett neues, allerdings hat die Autorin viel Eigenes mit in die Geschichte reingebracht und so einen einzigartigen Plot geschaffen. Ihr Debütroman ist spannend und es dauert nicht lange bis man von der Geschichte mitgerissen wird.
Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt, wobei auf eine Person immer besonders geachtet wird und man ihre Gedanken und Gefühle erfährt. Das sind größtenteils Rachel und Lachlan, allerdings gibt es auch Szenen in denen Drew im Vordergrund steht.
Was sich mir nicht ganz erschließt ist der Titel. Dieser lautet ja „Gefährlich wie ein Engel“, mit der Geschichte hat er aber nicht viel zu tun, da Lachlan kein Engel ist und diese auch sonst keine große Rolle spielen.

Charaktere:
Rachel liebt das zeichnen und von Beruf ist sie grafische Designerin. Dieser Job nimmt leider viel Zeit in Anspruch und ihre Chefin lässt keine privaten Probleme als Entschuldigung gelten, weshalb sie wenig Zeit für ihre Tochter Emily hat. Sie bereut das sehr, allerdings kann sie es sich auch nicht leisten, den Job zu kündigen. Sie macht sich große Sorgen um Emily, besonders aufgrund ihres acht Jahre älteren Freundes. Rachel fühlt sich schon bei der ersten Begegnung zu Lachlan hingezogen, allerdings kann sie dieser Anziehungskraft nicht nachgeben. Zum einen tarnt sich Lachlan als Priester, die ja enthaltsam sein müssen, und zum anderen traut sie sich nicht mehr eine zu große Nähe zu Männern aufzubauen, seit sie sich von ihrem Ex und Emilys Vater hat scheiden lassen.

Emily ist ein typischer 14-jähriger Teenager. Sie ist Gothic, aber vom Charakter her immer noch das Kind das sie wirklich ist, auch wenn sie nicht so aussieht. Sie wird so von Drew, dem Dämon, getäuscht, dass sie ihm mehr vertraut als ihrer eigenen Mutter und so ihr Leben in große Gefahr bringt.

Lachlan ist ein Wächter der Seelen. Als er noch lebte hat er einen großen Fehler gemacht, aufgrund dessen er nicht sofort nach seinem Tod in den Himmel kam, sondern 500 Jahre lang als Wächter der Seelen die Seelen der Verstorbenen „einsammeln“ muss. Seitdem hatte er keine richtigen Gefühle mehr wodurch er umso mehr erstaunt ist, als er sich stark zu Rachel hingezogen fühlt. Das beruht zwar auf Gegenseitigkeit, wie er schnell feststellt, allerdings hat auch er seine Gründe, sich dem Verlangen nicht hinzugeben. Da er eigentlich schon tot ist altert er nicht mehr. Anders als Rachel.
Er kennt Drew bzw. Drusus noch aus seinen Lebzeiten und für das, was dieser ihm da angetan hat, hat er immer noch keine Rache bekommen. Da kommt es ihm gerade recht, dass er den Auftrag bekommt, Emily vor ihm zu beschützen.

Fazit:
Ein interessanter Plot der zudem noch sehr gut umgesetzt wurde. Dazu kommen sympathische Charaktere, sodass es leicht ist, sich von diesem Buch fesseln zu lassen.
Kritikpunkte habe ich keine, aber es hat mich nicht genug „umgehauen“ um 5 Punkte zu bekommen.
 Daher: 4,5/5 Punkte

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