Mittwoch, 15. August 2012

[Rezension] Grischa - Goldene Flammen

Titel: Grischa – Goldene Flammen
Autor/in: Leigh Bardugo
Verlag: Carlsen
Format: Gebunden mit Schutzumschlag
Preis: €17,90
Seitenzahl: 348
Reihe: Grischa
1. Goldene Flammen (September 2012)
2. Eisige Wellen
3. Lodernde Schwingen

Inhalt: 
Alina, die eigentlich einfache Kartografin ist, rettet ihrem Freund Maljen das Leben, als sie bei der Durchquerung der Schattenflur angegriffen werden. Sie erinnert sich nur noch an einen hellen Lichtblitz. Dann wird sie zum Dunklen gebracht, dem Herrscher der Grischa. Zeugen behaupten, Alina habe das Licht verursacht und sie wird zu ihrem Schutz in den Palast gebracht. Sie ist die einzige Sonnenkriegerin und somit die Einzige, die die Schattenflur zerstören kann.

Meinung:
Das Buch gehört zur High Fantasy. Die Geschichte spielt in einer erfundenen Welt in der es verschiedene Völker gibt. Technisch sind sie nicht so fortschrittlich wie wir heutzutage, denn es gibt keine Elektrizität und die Schusswaffen scheinen erst vor kurzem erfunden worden zu sein.

Grischa sind Menschen, die besondere Fähigkeiten haben. Einige können zum Beispiel den Wind kontrollieren, andere Feuer entfachen. Alinas Fähigkeiten sind allerdings einzigartig. Sie ist die einzige Sonnenkriegerin auf der Welt, wodurch sie gleichzeitig verehrt und in Gefahr gebracht wird. „Ihr Volk“ ist froh, weil sie die einzige Hoffnung ist, die Schattenflur loszuwerden, bei deren Durchquerung jedes Mal viele Menschen sterben. Die anderen Völker allerdings haben Angst, dass der Dunkle durch sie zu viel Macht bekommt und möchten sie deshalb töten.

Damit komme ich auch schon zum ersten und eigentlich einzigen Kritikpunkt:
Es gibt jede Menge neue Begriffe. Manche davon konnte ich auch nach 100 Seiten noch nicht richtig zuordnen, wodurch ich oft ziemlich verwirrt war und noch mal weiter vorne im Buch nachschlagen musste, was meinen Lesefluss natürlich ziemlich gestört hat. Ich war kurz davor, mir eine Art Vokabelliste anzulegen. :D

Als das Buch bei mir ankam hatte ich plötzlich total Lust es zu lesen und habe auch sofort damit angefangen. Und dann konnte ich nicht mehr aufhören. Nur mit kurzen Pausen zum Essen habe ich das Buch am selben Tag noch zu Ende gelesen. Was genau mich an diesem Buch so sehr gefesselt hat kann ich nicht sagen. Vielleicht war es die Einzigartigkeit der Geschichte. Die Tatsache, dass sich Alina nicht als etwas Besonderes fühlt, obwohl sie es zweifellos ist. Dass die Protagonistin nicht perfekt, aber auch nicht übermäßig tollpatschig oder schüchtern ist. Die Frage, was aus ihr und ihrem besten Freund Maljen werden wird.
Wahrscheinlich war es einfach eine Mischung aus allem.

Beim Lesen stellt man sich als Leser eine Menge Fragen, die man unbedingt beantwortet haben möchte. Zum Beispiel:
Ist Alina wirklich so mächtig wie alle behaupten?
Was passiert mit ihr, nachdem sie in den Palast gebracht wird?
Was sind die Absichten des Dunklen?
Wird sie Maljen je wiedersehen?
Inwiefern verändert das alles ihr Leben und das der restlichen Bevölkerung?
 Diese sind es, die einen antreiben, das Buch weiterzulesen.

Was das Buch besonders macht ist die Tatsache, dass es dauernd irgendwelche überraschende Wendungen gibt. So bleibt es bis zum Schluss spannend.

Charaktere:
Alina ist eine Kartografengehilfin. Ihr Leben ist bisher ziemlich langweilig verlaufen. Sie wuchs als Waise zusammen mit Maljen auf und ist seitdem gut mit ihm befreundet. Schon seit längerer Zeit ist sie in ihn verliebt, aber niemand weiß davon. Auch nach der Entdeckung ihrer Gabe ist sie überzeugt davon, keine Grischa zu sein – obwohl es nicht mehr zu leugnen ist. Sie hat ihren eigenen Kopf und tut nicht einfach alles was man von ihr verlangt. Trotzdem kommt sie nicht gegen die starke Anziehungskraft des Dunklen an.

Maljen ist  wie Alina ein Waise. Mittlerweile hat er sich aber zum Frauenschwarm entwickelt und er ahnt nichts von Alinas Gefühlen zu ihm. Er ist ein sehr begabter Fährtenleser.

Der Dunkle verhält sich ziemlich zurückhaltend und gefühlskarg, was es schwer macht ihn einzuschätzen. Das ganze Buch habe ich mich gefragt, ob er denn keinen „richtigen“ Namen hat? Immer wird er nur „der Dunkle“ genannt, selbst von Iwan, der fast den ganzen Tag mit ihm zusammen zu sein scheint. Das hat mich irgendwie etwas irritiert. :D

Fazit:
Ein fantastisches Buch, bei dem ich keine wirklichen Kritikpunkte finden konnte!
5/5 Punkten

Kommentare:

  1. Hat der Dunkle "Freunde"? Ich würde mal sagen, er lässt eher niemanden an sich heran.

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  2. Ich fand es auch echt toll, aber ich stimme Wonder zu.
    Lg Bea

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  3. Hallo Jacquy!
    Hast du schon vom Bloggernetzwerk gehört? Wenn nicht, dann lass ich dir mal kurz den Link zum Hintergrund des Blogs da:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/
    Ich bin dort jedenfalls seit kurzem Mitglied und würde mich sehr freuen, wenn ich deine Rezension hier zu "Grischa" verlinken dürfte. (Und mit deiner Erlaubnis auch in Zukunft ein paar deiner Rezensionen?)
    Und hier sende ich dir auch einen Beispiellink, wie es das Ganze im Endeffekt aussehen kann:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/03/27/die-sieben-schwestern-01-von-lucinda-riley/#more-1436

    Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

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    1. Hallo Janine!
      Oh, toll. Die Seite kannte ich noch gar nicht. :) Meine Rezension darfst du gerne dort verlinken!
      Liebe Grüße :)

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  4. Vielen lieben Dank! :) Das freut mein Team und mich sehr!
    Alles Liebe ♥

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