Sonntag, 17. Februar 2013

[Rezension] Feuer der Götter


Titel: Feuer der Götter
Autor/in: Stefanie Simon
Verlag: Droemer Knaur
Format: broschiert
Preis: €14,99
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Seitenzahl: 424
Reihe: ?

Inhalt:
Naave hasst Feuerdämonen, denn einer von ihnen hat vor Jahren ihre Mutter getötet. Doch dann läuft ausgerechnet ihr einer vor die Füße. Sie nutzt die Gelegenheit und bringt ihn in den Tempel, wo eine hohe Belohnung auf diese Rasse ausgesetzt ist. Doch dann kommt alles anders als geplant und Naave sitzt zusammen mit dem Dämon Royia im Wald fest. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach der Zivilisation, auch wenn das keinem der beiden so richtig gefällt. 

Meinung:
Zuallererst muss ich sagen, dass der Klappentext sehr irreführend und schlichtweg falsch ist. Dort steht, Naave würde dem Feuerdämon, also Royia, helfen, als sie bemerkt, dass er verletzt ist. So war es keineswegs, denn sie wollte eigentlich seinen Tod und ist zufällig mit ihm im Wald gelandet, wo sie auf ihn angewiesen war, um wieder in die Stadt zu finden.

„Feuerdämonen“ sind eigentlich Waldmenschen, die dazu auserwählt wurden, Nachfolger eines Gottes zu werden. Es gibt 14 Götter und den Gott-Einen, von denen jeder ein bestimmtes Gebiet hat, für das er zuständig ist. So gibt es z.B. den Kriegsgott, den Fledermausgott und den Gott der Diebe, dessen Platz Royia einnehmen sollte. Kurz bevor er dies tut, erhält er eine Warnung, der zufolge „das Leben im Licht eine Lüge“ sei. Er entscheidet sich, trotz seiner jahrelangen Vorbereitungen, vorerst kein Gott zu werden und die Wahrheit herauszufinden.

Naave lebt in der Stadt, die durch einen Fluss vom Wald getrennt ist. Sie lebt im ärmsten Stadtteil und verdient sich ihren Lebensunterhalt durch Fischen und Klauen. Seit dem Tod ihrer Mutter hasst sie Feuerdämonen und hat immer noch Albträume deswegen. Sie ist handelt äußerst widerwillig auf Bitten oder Aufforderungen und versteht sich darauf, ihren Willen durchzusetzen.

Als Naave und Royia im Wald um ihr Überleben kämpfen müssen, helfen sich beide nur widerwillig, da sie die Hilfe des anderen benötigen. Sie können sich nicht leiden, aber trotzdem können sie den jeweils anderen nicht einfach zurücklassen.
Von Anfang an kann man sich schon denken, dass dieser Hass nicht ewig währen wird und als Leser fragt man sich, wie lange das anhalten wird.

Die „Reise“ durch den Dschungel war sehr interessant. Die Umgebung und die Pflanzen werden genug beschrieben, um ein Bild davon im Kopf zu haben, aber es gibt nur so viele Details, dass es nicht langweilig wird. Das Buch beschränkt sich da eher auf die Handlungen, Gedanken und Gefühle der Protagonisten. Der größte Teil ist aus Naaves Sicht geschrieben. Dadurch erfährt man viele von ihren Gedanken und Erinnerungen. Sie ist eine gute Protagonistin, da sie nicht klein und schwach ist und sich permanent von Royia beschützen lassen muss, sondern durch ihr hartes Leben einiges aushält.
Einige Kapitel sind aus Sicht von Royia geschrieben, sodass man schon früh auch über seine Vergangenheit Bescheid weiß und seine Handlungen nachvollziehen  kann.

Während Naave und Royia im Wald unterwegs sind, ist die Geschichte lange Zeit nicht wirklich spannend gewesen, aber trotzdem habe ich es gern gelesen. Auf den letzen ~150 Seiten wurde die Geschichte dann komplett unvorhersehbar und ich hatte keine Idee, was als nächstes passieren könnte, was es sehr spannend gemacht hat.

Fazit:
Ein gutes Buch mit tollen Protagonisten, das gegen Ende super spannend wird.
4/5 Punkten

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