Dienstag, 12. März 2013

[Rezension] Juliet, Naked


Titel: Juliet, Naked
Autor: Nick Hornby
Verlag: KiWi-Paperback
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 362
Preis: €8,95
Reihe: - (19. August 2010)

Inhalt:
Annie ist seit fünfzehn Jahren mit Duncan zusammen. Dieser ist total besessen von dem inaktiven Musiker Tucker Crowe und obwohl sie dessen Musik auch mag, kann sie diesen Fanatismus nicht nachvollziehen. Als ein neues Album mit bislang unveröffentlichten Songs rauskommt, Annie und Duncan darüber nicht einer Meinung sind, und sie auch noch eine E-Mail von Tucker Crowe persönlich erhält, fängt Annie an, ihr Leben zu überdenken.

Meinung:
Dass das Buch „Juliet Naked“ heißt, mag für einige Verwirrung hinsichtlich des Inhalts führen. :D Es geht darin nämlich nicht um eine nackte Frau, sondern um ein Musikalbum, dessen Titel „Juliet, Naked“ lautet. Im Gegensatz zum Album „Juliet“ sind diese Songs nämlich „nackt“, unbearbeitet, roh. Es sind die Demoversionen des erfolgreichsten Albums von Tucker Crowe, der zwanzig Jahre zuvor ohne Erklärung komplett von der Bildfläche verschwunden ist.
Duncan und einige andere Menschen beschäftigen sich in ihrer kompletten Freizeit mit dem Leben und den Werken Tucker Crowes, sodass das neueste Album, an dessen Veröffentlichung Crowe selbst nicht beteiligt ist, natürlich für einigen Wirbel sorgt. Duncan hält das Stück für ein Meisterwerk, während es Annie nicht gefällt. Das ist der Anlass für den Streit, der Annie dazu bringt, ihr Leben zu überdenken. Liebt sie Duncan überhaupt noch? Ist der verschollene Musiker ihm nicht viel wichtiger als sie? Hat sie die letzten fünfzehn Jahre vielleicht einfach verschwendet? Als dann auch noch eine E-Mail von Tucker Crowe persönlich ankommt, wird ihr einiges klar.

Anfangs wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Die Protagonistin machte mit ihrem Freund eine Reise durch Amerika, um dort die verschiedenen Schauplätze der Karriere und des Lebens von Tucker Crowe zu besuchen. Das Highlight der Reise: Die Toilette in einer kleinen Kneipe, die der Grund sein muss, dass seine Karriere so abrupt endete.
Das hielt ich für sehr seltsam. Und dass Annie, die nicht so besessen von diesem Musiker ist, dabei mitmacht, hielt ich nicht für weniger seltsam.
Das hat sich im Laufe des Buches auch nicht wirklich geändert, allerdings erkennt man als Leser, dass Annie im Grunde eine ganz normale Frau ist, die sich nur sehr von ihrem Freund hat beeinflussen lassen.

Das Buch hat mir gut gefallen. Anfangs war es für mich ziemlich schwer, aber gerade das, was ich so als seltsam empfunden habe, hat das Interesse geweckt, weiterzulesen. Das Leben von Annie und besonders Tucker haben mich gefesselt und dazu gebracht, alles darüber herausfinden zu wollen. Natürlich macht man sich so seine Gedanken, wenn jemand 20 Jahre lang herausfinden möchte, was eine Person in dieser Zeit getan hat und ist selbst gespannt.

Fazit:
Ein Buch, in dem Musik und das Leben eine große Rolle spielen, das letztendlich aber nicht zu ernst ist, um noch unterhaltend zu sein. Es hat mir gut gefallen.
3/5 Punkten

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