Donnerstag, 13. Juni 2013

[Rezension] Das Zeichen des Vampirs

Titel: Das Zeichen des Vampirs
Autorin: Susan Hubbard
Verlag: cbj
Format: nur noch als ebook erhältlich
Preis: €6,99
Reihe:
1. Das Zeichen des Vampirs
2. Das Jahr der Vampire


Inhalt:
Ari ist 13 Jahre alt und hat ein sehr behütetes Leben geführt, das ausschließlich innerhalb des Hauses stattfand und zu einem großen Teil aus Lernen bestand. Plötzlich erfährt sie durch eine Reihe von merkwürdigen Ereignissen, dass ihr Vater ein Vampir ist – und das Gen an sie vererbt hat. Daraufhin macht sie sich auf die Suche nach ihrer Mutter, die sofort nach ihrer Geburt verschwunden war.


Meinung:
Ariella ist eine sehr ungewöhnliche Protagonistin. Sie wuchs sehr behütet auf und lebt in einer Villa mit ihrem Vater. Dieses Haus verlässt sie auch nur für gelegentliche Arztbesuche und die einzigen Menschen, mit denen sie in Kontakt steht, sind ihr Vater, dessen bester Freund, eine Haushälterin und eine Köchin. Ariella – genannt Ari – hatte nie Freunde, besitzt weder ein Fahrrad, noch hat sie je einen Fernseher oder ein lebendiges Tier gesehen und ihre Zeit verbringt sie fast ausschließlich mit dem Lernen. Das tut sie aber natürlich nicht in der Schule, denn das wäre ja zu gewöhnlich. Alles was sie weiß, hat ihr Vater oder dessen Freund ihr beigebracht. Täglich wird sie von ihnen in allem unterrichtet: Naturwissenschaften, Geschichte, Literatur und in verschiedenen Sprachen. Dabei stellt Ari es kein einziges Mal infrage, dass ihr Vater alles zu wissen scheint und wundert sich auch sonst nicht über sein Verhalten. Er spricht grundsätzlich eher wenig und wenn, dann nur über Dinge, die mit dem Unterricht zu tun haben. Die Beziehung zwischen den beiden gleicht eher einer Lehrer-Schüler-Beziehung als der zwischen Vater und Tochter.
All das führt dazu, dass ich mich mit Ari überhaupt nicht identifizieren oder mit ihr mitfühlen konnte und nicht fähig war, sie auch nur im Ansatz einzuschätzen. Sie trifft ziemlich merkwürdige Entscheidungen und weiß mehr, als für eine 13-jährige normal ist – auch wenn sie ihr ganzes Wissen aus Büchern hat, nicht aus Erfahrungen.

Nachdem man alles über Ari und ihr Leben erfahren hat, stellt sie plötzlich fest, dass ihr Vater ein Vampir ist. Woraus sie das geschlossen hat, weiß ich nicht. Sie wusste es einfach und hat ihre Entdeckung auch gar nicht infrage gestellt oder sich gewundert, sondern es einfach so hingenommen. Das typische Durchdrehen, wie man es aus Vampirbüchern gewohnt ist, bleibt an dieser Stelle aus. Stattdessen recherchiert Ari im Internet sämtliche Vampir-Klischees und spricht die Sache dann ganz nebenbei ihrem Vater gegenüber an.

Ich denke, mittlerweile ist deutlich geworden, wie merkwürdig die ganze Geschichte ist. Und dabei habe ich noch nicht mal Aris Suche nach ihrer Mutter beschreiben können, weil das zu viel verraten würde.
Obwohl es eine Urban-Fantasy-Geschichte ist, war mir das alles zu unrealistisch und ich konnte mit der Protagonistin überhaupt nichts anfangen.
Gegen Ende des Buches hatte ich mich dafür schon etwas daran gewöhnt und mich nicht mehr gewundert, wenn irgendetwas merkwürdig war (Aris Mutter hält Affen in ihrem Haus, die Bilder in Malbüchern ausmalen. Das lasse ich mal so stehen.) und die Geschichte hat sich doch noch in eine recht interessante Richtung entwickelt, sodass es für mich keine vollkommene Zeitverschwendung war. Trotzdem werde ich den Folgeband nicht lesen.

Dazu sollte erwähnt werden, dass ich mir das Buch vor etwa 3 Jahren gekauft habe und das Buch für diese Altersgruppe vielleicht geeigneter ist, auch wenn ich nicht glaube, dass ich der Geschichte gegenüber damals anders empfunden hätte.


Fazit:
Obwohl das Buch laut dem Text in der Autorenbeschreibung hoch gelobt worden sein soll, konnte ich nicht viel damit anfangen. Die Protagonistin ist genauso merkwürdig und unrealistisch wie der Rest der Geschichte. Vielleicht bin ich für dieses Buch einfach schon zu alt, aber trotzdem würde ich es auch nicht an jüngere Leser empfehlen. Dafür, dass sich das Buch zum Ende hin doch noch in eine etwas bessere Richtung entwickelt hat:
2/5 Punkten 

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