Dienstag, 10. September 2013

[Rezension] Herzblut 2 - Stärker als der Tod

Titel: Herzblut - Stärker als der Tod
Autor: Melissa Darnell
Verlag: Darkiss
Format: Klappenbroschur
Seitenzahl: 423
Preis: €12,99
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Reihe: Herzblut
1. Gegen alle Regeln (Februar 2013)
2. Stärker als der Tod (August 2013)
3. [Consume (September 2013)]

Vielen Dank an den Verlag und BloggdeinBuch!


Inhalt:
Obwohl Savannah noch nie jemanden so sehr geliebt hat wie Tristan, und es ihm im Bezug auf Savannah genauso geht, musste sie dem Vampirrat versprechen, sich nicht mehr mit ihm zu treffen. Sie beschließt, es ihm sofort zu sagen, wenn sie ihre Heimatstadt erreicht haben, allerdings kommt gleich bei der Landung etwas dazwischen. Der Clann hat Savannahs Großmutter gefangen genommen, da sie sich so eine Information auf Tristans Aufenthaltsort erhoffen. Tristan, Savannah und ihr Vater kommen zu spät und Savannah hat so nicht nur mit dem Verlust ihrer Großmutter und Tristan zu kämpfen, sondern auch der Frieden zwischen Vampiren und Clann steht auf dem Spiel.


Meinung:
Das Buch beginnt direkt mit einer spannenden Situation. Die Autorin spart sich eine Einleitung und lässt wichtige Geschehnisse in Form von Erinnerungen unaufdringlich in den Text einfließen. Savannah genießt ihre letzten Minuten mit Tristan, der noch nichts von der bevorstehenden Trennung weiß. Dabei kommen die Gefühle von beiden Seiten gut rüber und nichts wirkt gekünstelt. Schon kurz darauf ist alles Glückliche aus der Geschichte verflogen und weicht traurigen und betroffenen Gefühlen, die auch der Leser hautnah miterlebt. Während Band 1 also noch locker und leicht als typische Jugendfantasy-Geschichte an einer Highschool beginnt, startet die Fortsetzung viel trauriger und wirkt so direkt tiefgründiger. Es ist nicht mehr das "08/15-Mädchen-entdeckt-magische-Kräfte-Buch" als das ich den Vorgänger noch betitelt hätte, sondern entwickelt sich in eine etwas individuellere Richtung.

Auch Savannah hat sich sehr verändert - offenbar innerhalb der wenigen Stunden, die zwischen dem ersten und dem zweiten Band liegen. Während sie sich vorher noch ziemlich wechselhaft verhalten hat, benimmt sie sich nun deutlich vernünftiger. Sie hat die Beziehung zu Tristan schweren Herzens beendet, bleibt aber bei dieser Entscheidung und ändert nicht ständig ihre Meinung. Sie vermisst ihn zwar, zieht ein erneutes Treffen aber nicht in Erwägung, da ihr die Gründe, die dagegensprechen, immer bewusst sind. Das unterscheidet sie von vielen anderen jugendlichen Protagonistinnen, die für ihre "große Liebe" alles aufgeben und nicht über Konsequenzen nachdenken. Savannah trifft logische, nachvollziehbare Entscheidungen, was ich sehr angenehm fand.

Tristan hingegen möchte die Beziehung nicht kampflos aufgeben, da er davon überzeugt ist, den "Kampf" gegen den Clann so gut wie gewonnen zu haben, als Savannah sich plötzlich von ihm trennt. Sogar seine verzweifelte Suche nach Möglichkeiten, die Beziehung zu retten, fand ich in Ordnung, da sie aufgrund der bereits lange bestehenden Liebe einigermaßen glaubhaft erschien. Trotzdem gefiel es mir nicht so sehr, wie sehr Tristan auf die Beziehung beharrt hat, obwohl er die Konsequenzen kennt.

Obwohl das Buch nicht im herkömmlichen Sinne spannend ist und nicht ein Ereignis das nächste jagt, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Hier wird das Hauptaugenmerk auf das Innenleben der beiden Protagonisten gelegt. Ihre Gedanken und Gefühle werden genau geschildert, man erlebt die Geschichte wieder aus beiden Sichten mit. Beide erschienen mir viel erwachsener und auch im Laufe der Handlung entwickeln sie sich weiter. Obwohl sie natürlich eine große Rolle spielt, dreht sich nicht das komplette Buch um die Beziehung zwischen Savannah und Tristan, sondern auch andere Charaktere und der Konflikt zwischen Clann bekommen Raum in der Handlung.


Fazit:
Das Buch zeigt eine deutliche Steigerung zum Vorgänger. Die Protagonisten verhalten sich reifer und vernünftiger, die Geschichte entwickelt sich von der "08/15-Schiene" weg und in eine Richtung, die mich gespannt auf den Abschluss der Trilogie warten lässt.
4,5/5 Punkten

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