Dienstag, 15. Oktober 2013

[Rezension] Verliebe dich nie in einen Rockstar

Titel: Verliebe dich nie in einen Rockstar
Autorin: Teresa Sporrer
Verlag: impress (Carlsen)
Format: ebook
Seitenzahl: ~270
Preis: €3,99
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Reihe:
1. Verliebe dich nie in einen Rockstar (September 2013)
2. Blind Date mit einem Rockstar (Dezember 2013)
3. ? (Frühjahr 2014)
4-8 [Veröffentlichung noch unklar]

Inhalt:
Zoey ist die perfekte Musterschülerin, tut nichts verbotenes und interessiert sich nicht für Jungs. Dann kommt Alex, genannt Acid, in ihre Klasse, ein in ihrer Stadt bekannter Rockstar. Obwohl sie ihm die kalte Schulter zeigt und ihn und seine Lebensweise verachtet, lässt er nicht locker und bittet sie immer wieder um Nachhilfe. Schließlich gibt sie nach und stimmt zu, aber weiter möchte sie auf keinen Fall gehen! Oder?

Meinung:
Zoey ist die perfekte Schülerin, hatte noch nie irgendwelchen Ärger und sie tut auch nichts, was ihren Eltern nicht gefallen könnte. Abgesehen von ihren außergewöhnlichen Freundinnen, mit denen diese überhaupt nicht einverstanden sind. Selena spricht von sich selbst in der dritten Person, Violet hat ihre Haare in einem auffälligen lila gefärbt. Sie fürchten, dass die Mädchen einen schlechten Einfluss auf sie haben könnten. Dass es schließlich ein Junge ist, der Zoey verändert, kommt ihnen nicht in den Sinn.
Alex ist der klischeehafte Rockstar. Er trinkt viel, schwänzt die Schule und wiederholt schon zum dritten Mal die 12. Klasse. Mädchen verführt er und schmeißt sie direkt danach aus seiner Wohnung. Zoey ist davon überzeugt, dass er es bei ihr auch nicht ernst meint und wehrt sich dementsprechend gegen alle Annäherungsversuche. Zum ersten Mal wird Zoey so wütend, dass sie sogar Gewalt anwendet – und das wiederholt.
Das ist es, was das Buch ausmacht und wodurch es außergewöhnlich wird. Zoey und Alex liefern sich so dermaßen lustige Gespräche, dass ich fast ein Dauergrinsen im Gesicht hatte. Dabei laufen die Gespräche immer recht ähnlich ab: Anzüglicher Spruch – sarkastische Antwort/Beleidigung/Gewalt – fröhliche Antwort von Alex.

Zoey hasst Alex, aber trotzdem kann sie sich nicht von ihm fernhalten; selbst wenn er aufhören würde sie zu belästigen. Sie muss aber feststellen, dass sie ihm immer ähnlicher wird. Besonders auf die Musik bezogen, die er hört und macht. Obwohl sie es nicht zugeben möchte, kommt sie nicht mehr von seiner Lieblingsband „All Time Low“ los. Alex zitiert in fast jedem Gespräch eine Textstelle aus einem ihrer Lieder, das gerade zur Situation passt oder seiner Meinung nach Zoey beschreibt, die er nach der Kriegsgöttin „Kali“ nennt. Auch das fand ich sehr außergewöhnlich und witzig, auch wenn es mir zunächst seltsam erschien, dass er plötzlich englische Texte zitiert hat. Auch auf existierende Bücher und Filme wurde oft eingegangen, was mir allerdings manchmal etwas zu gewollt eingebaut erschien, beispielsweise ein Kommentar zu Twilight, der nicht wirklich Bezug zur Geschichte hatte.

Obwohl von vornherein im Prinzip klar ist, worauf die Geschichte hinausläuft, konnte ich mit dem Lesen nicht aufhören, bis ich am Ende angelangt war. Die Entwicklung der Protagonistin und auch die der anderen Charaktere ist so mitreißend, dass ich einfach nicht mehr von dem Buch los kam. Außerdem habe ich jeden einzelnen der Charaktere beim Lesen lieb gewonnen. Ich bin froh, dass es nicht bei diesem Buch bleibt, sondern noch Fortsetzungen folgen sollen!

Fazit:
Ein Buch, das von der Hass-Beziehung zwischen den Protagonisten und ihren Streitgesprächen lebt und dadurch außergewöhnlich und unglaublich witzig wird.
5/5 Punkten

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