Sonntag, 10. November 2013

[Meinung] Allegiant

Das hier wird KEINE Rezension. Nur eine kurze Meinung, jetzt wo ich das Buch gerade beendet habe.
Spoiler versuche ich zu vermeiden, kann aber nicht garantieren, dass letztendlich keine drin sein werden. Wer das Buch also noch lesen möchte, sollte diesen Post am besten nicht lesen. Auf eigene Verantwortung!

Vorneweg: Ich liebe die Trilogie SEHR und meine Meinung ist sicher kein bisschen objektiv.
Ich habe mich zuerst nicht getraut, mit dem Lesen anzufangen, weil ich von überall enttäuschte Meinungen gehört habe, von Leuten, die mit der Entwicklung der Geschichte nicht einverstanden waren. Ich kann nur sagen, dass ich dem nicht wirklich zustimmen kann.
Von Anfang an gefiel mir das Buch wieder sehr gut. Es knüpft fast direkt an "Insurgent" an, es gibt keine Einleitung oder Erklärungen und ich bin froh, vorher noch mal Band 1 und 2 gelesen zu haben.
Das Buch ist im Gegensatz zu den beiden anderen in zwei Perspektiven geschrieben, natürlich aus der von Tris und Four/Tobias/wieauchimmermanihnliebernennt. Das fand ich fantastisch, weil Tobias Perspektive einfach extrem wichtig ist und da sowieso alle weiblichen Leser auf Four stehen, umso besser. Jedenfalls merkt man da erst richtig, dass er auch Gefühle und Probleme hat, die er nach außen hin ja gerne versteckt, und er wirkt sehr viel jünger. Dadurch, dass er immer so diszipliniert und auf die aktuelle Situation fixiert ist, kam er mir immer sehr viel älter vor als 18 und ich konnte ihn nie richtig einordnen, auch wenn ich ihn natürlich trotzdem total lieb gewonnen hatte.
Was mir auch sehr gefallen hat ist - ohne groß zu spoilern - Tris und Four endlich mehr wie ein Paar gewirkt haben. Bisher haben sie einfach viel zu viel Zeit mit streiten verbracht; was hier natürlich auch nicht aufhört, aber trotzdem fand ich das super. :D Auch andere Charaktere werden nicht vernachlässigt und sind wichtig für die Handlung, auch wenn die beiden Protagonisten natürlich im Mittelpunkt stehen.
Was hinter dem Zaun liegt fand ich als Leser nicht sehr überraschend, allerdings hatte ich vorher nicht wirklich eine Vorstellung davon, was Tris dort erwarten würde. Denn dass sie nicht einfach in der Stadt bleibt und unwissend weiterlebt, ist wohl klar. Dabei fühlte ich mich von den Erklärungen aber etwas überfordert, weil alles auf einmal kommt und die Aufklärung auch nicht allzu detailliert erfolgt. Auch das biologische blabla habe ich nicht vollständig verstanden, aber das ist wohl umso authentischer, wenn man bedenkt, dass die Charaktere sich wohl ähnlich gefühlt haben. :D
Das Ende. DAS ENDE. Ich werde jetzt nichts konkretes verraten. Schon vor dem Lesen habe ich gehört, dass das Ende schrecklich sein soll und obwohl ich vorgewarnt war und so etwas in die Richtung auch nicht ganz ausgeschlossen habe, war ich extrem geschockt, als es so weit war. Die letzten 40 Seiten des Buches habe ich durchgehend geheult und ich glaube nicht, dass ich jemals wirklich über dieses Ende hinwegkommen werde.

4 Sterne gibt es deshalb für das Buch, weil es mich wieder genauso sehr fesseln konnte wie seine beiden Vorgänger, es mir super gut gefallen hat, aber einen Abzug gibt es sowohl für kleinere Aspekte, die ich nicht mal benennen kann - also im Prinzip die Tatsache, dass es mir im Endeffekt nicht ganz so sehr gefallen hat wie Band 1 und 2 - und für das Ende. DAS ENDE. Das finde ich echt nicht akzeptabel. Auch wenn es natürlich sehr gut geschrieben ist, etc. Ich bin handlungsmäßig einfach nicht damit einverstanden.

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