Sonntag, 17. November 2013

[Rezension] In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt in Blut

Titel: In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut
Autorin: Jennifer Wolf
Verlag: impress (Carlsen)
Format: ebook
Seitenzahl: 599
Preis: €3,99
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Reihe: Sanguis-Trilogie
1. In sanguine veritas - Die Wahrheit liegt im Blut (7. November 2013)
2. Vivere militare est - Leben heißt zu kämpfen (5. Dezember 2013)
3. ?


Inhalt:
Vor einigen Jahren wandten sich die Vampire erstmalig an die Öffentlichkeit, doch die Gesellschaft akzeptiert sie trotzdem noch nicht vorbehaltlos. Als gleich zwei Vampire auf Miriams Schule wechseln, sind alle total aus dem Häuschen. Auch Miriams Interesse ist geweckt, als sie Elias kennenlernt und sie sich automatisch näher kommen, weil sie bisher sein einziger Anhaltspunkt an der neuen Schule ist. Als Miriam von einer alten Prophezeiung erfährt, die sowohl sie selbst als auch Elias einschließt, geraten beide in Gefahr.

Meinung:
Die Existenz von Vampiren ist in der Welt der Autorin mittlerweile bekannt, allerdings gibt es sehr viele Gegner, die sie für bösartig halten und ausrotten möchten. Als dann jedoch eine Schulpflicht für Vampire aufgestellt wird, sind die beiden Arten gezwungen, miteinander zu kooperieren, was allerdings nicht optimal funktioniert.
Miriam ist die Einzige, die Elias an der Schule hilft und mit ihm aufgrund seiner Person Zeit verbringen möchte, nicht wegen der Tatsache, dass er ein Vampir ist - wobei ihn das natürlich noch interessanter macht.
Sie ist neugierig und fühlt sich sofort zu ihm hingezogen, ist aber trotz ihrer sonst so offenen und frechen Art zunächst sehr zurückhaltend. Später verliert sie diese Unsicherheit gegenüber Elias und (Zitat!) „hat einen an der Waffel“. Sie spricht aus was sie denkt, hat aber trotzdem noch ein Schamgefühl, dass sie manche Dinge wieder bereuen lässt oder dafür sorgt, dass diese ihr peinlich sind. Das war sehr authentisch und machte sie zu einer interessanten Protagonistin.

Elias ist ein unsterblicher Vampir, aber trotzdem erst 16 Jahre alt. Er ist gerade von Rumänien nach Deutschland gezogen und offenbar sehr froh, dass Miriam sich um ihn kümmert. Er ist sehr schüchtern und wirkt unsicher. Im Gegensatz zu Miriam behält er diese Eigenschaften allerdings, was einen guten Kontrast zu den sonst so selbstbewussten und starken männlichen Protagonisten ergibt. Das macht ihn jedoch nicht automatisch zu einem „Weichei“, sondern er handelt in Gefahrensituationen trotzdem so, wie man es von ihm erwartet.

Die Beziehung zwischen den beiden fand ich sehr süß und die ziemlich unterschiedlichen Persönlichkeiten ergänzen sich gut. Trotzdem fand ich es manchmal etwas übertrieben kitschig und zwischenzeitlich ist mir außerdem aufgefallen, dass sie für heutige Teenager etwas unrealistisch und geschwollen sprechen. Dadurch wurde etwas der Authentizität eingebüßt.

Das Buch startet langsam mit dem Kennenlernen der Charaktere und der Entwicklung der Beziehung zueinander. Als dann die Prophezeiung ins Spiel kommt und Miriam und Elias in Gefahr geraten, steigt die Spannung fast kontinuierlich, bis es dann gegen Ende zum Showdown kommt. Dazwischen liegt der Fokus allerdings trotzdem sehr auf den Gefühlen und Handlungen der Protagonisten.

Das Ende des Buches ist insofern abgeschlossen, dass man die Wartezeit bis zur Fortsetzung sehr gut aushalten kann – auch wenn es jetzt sowieso nicht mehr lange dauert.

Fazit:
Eine schönes Fantasy-Buch, das mir bis auf die etwas zu kitschige Liebesgeschichte sehr gut gefallen hat und mich kaum losließ, bis ich es beendet hatte.
4/5 Punkten

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