Dienstag, 26. November 2013

[Rezension] One week girlfriend

Titel: One Week Girlfriend
Autorin: Monica Murphy
Verlag: Bantam
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 288
Preis: momentan €6,39
Reihe: Drew + Fable
1. One Week Girlfriend (Januar 2013)
2. Second Chance Boyfriend (April 2013)
3. Three Broken Promises (Dezember 2013)
3.5 Drew + Fable Forever (Januar 2014)
4. Four Years Later (Februar 2014)
Sprache: Englisch

Inhalt:
Die 20-jährige Fable hat bei den College-Jungs keinen guten Ruf. Das ist der Grund, weshalb Drew auf sie aufmerksam wird und sie eines Abends anspricht und sie engagiert, um sich eine Woche lang als seine Freundin auszugeben und Thanks Giving mit seinen Eltern zu verbringen. Fable sagt zu, weil sie auf das Geld nicht verzichten kann. Obwohl Drew so ein perfektes Leben zu haben scheint, muss Fable feststellen, dass sie nicht die Einzige mit einer kaputten Familie ist und Drews Geheimnisse schwerwiegender sind, als sie hätte ahnen können.

Meinung:
Fable lebt gemeinsam mit ihrem 13-jährigen Bruder und ihrer alkoholabhängigen Mutter in einem kleinen Apartment. Weil ihre Mutter selten zu Hause ist, hat sie mehr oder weniger die Mutterrolle übernommen und sorgt dafür, dass genug Geld zum leben bleibt und ihr Bruder versorgt ist. Das gelingt ihr aber nur gerade so, weshalb sie nicht anders kann, als Drews Angebot, seine Freundin zu spielen, anzunehmen. Sie geht davon aus, dass dieser nur peinlichen Fragen von seiner Familie entgehen möchte, aber schnell merkt sie, dass er etwas zu verbergen hat und sein Leben alles andere als einfach und perfekt ist.

Das Buch ist aus Sicht beider Protagonisten geschrieben: der von Fable und der von Drew. Dadurch lernt man beide Charaktere schnell kennen und lernt, sie einzuschätzen. Das ist in Fables Fall allerdings deutlich einfacher, da sie nichts zu verbergen hat und quasi mit offenen Karten spielt.
Bei Drew hingegen bemerkt man sofort, dass er Geheimnisse hat, aber da er nicht mal darüber nachdenken möchte, bleibt auch der Leser im Dunkeln.
Durch die geteilte Perspektive lässt sich jederzeit bestens miterleben und nachvollziehen, wie Drew und Fable ihre Beziehung zueinander gerade sehen. Beide fangen schnell an, mehr zu fühlen als sie sollten, erinnern sich selbst aber immer wieder daran, dass es nur eine „Geschäftsbeziehung“ ist und sie nicht zu viel in das Verhalten des jeweils anderen hineininterpretieren sollten.
Hinzu kommt noch, dass beide eigentlich kein Interesse am anderen Geschlecht haben, weil sie keine Zeit dafür haben und eine Beziehung zu viel Ablenkung von anderen Dingen bedeutet, was sich beide nicht leisten können.

Die Idee der Geschichte klingt zunächst sehr oberflächlich und simpel, allerdings entwickelt sich die Handlung in eine Richtung, die ich nicht erwartet hatte und die den Fokus von der Entwicklung der Gefühle der Protagonisten nimmt und auf etwas tieferliegendes lenkt: die erwähnten Geheimnisse vonseiten Drews. Wenn man beide Seiten der Geschichte kennt, kann man sich als Leser zwar alles etwas eher zusammenreimen als Fable, allerdings hat man keine Gewissheit und ihre ungewisse spätere Reaktion ist es, die die Spannung trotzdem aufrechterhält.
Das Lesen war sehr interessant, weil sich die Geschichte mit ihren Charakteren entwickelt und man sie mit jeder Seite etwas besser kennenlernt. Oft haben mir aber leider ein paar Details gefehlt, zum Beispiel spielte Drews Vater kaum eine Rolle, obwohl sie eine Woche im selben Haus leben und man erfährt kaum etwas über ihn. Auch die meisten anderen Charaktere sind sehr blass geblieben, konzentriert sich die Handlung nämlich eigentlich nur auf drei Personen. Auch an Hintergrundgeschichten mangelte es etwas, was einerseits nachvollziehbar ist, da sie substanzielle Inhalte der Handlung verraten würde, andererseits den Charakteren etwas mehr Substanz gegeben hätte.

Fazit:
Eine gelungene New Adult Geschichte, der es leider etwas an Details gefehlt hätte, was durch ein paar zusätzliche Seiten hätte wett gemacht werden können.
4/5 Punkten

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