Sonntag, 3. November 2013

[Rezension] Schwarzer Rauch

Titel: Schwarzer Rauch
Autorin: Stefanie Hasse
Verlag: -
Format: Taschenbuch/ebook
Seitenzahl: 314
Preis: €9,95 / €1,99
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Reihe: Darian & Victoria
1. Schwarzer Rauch
2. ?


Inhalt:
Victoria gehört zu den Erben des Mondes. Nun erfährt sie von der geheimen Gemeinschaft, deren Gott der Mond ist. Sie erhält die Fähigkeit der Telepathie und wird gemeinsam mit den anderen Neulingen, die jeweils andere Gaben erhalten haben, ausgebildet. Als sie und Darian das Buch „Grimoire Lunaris“ finden, ahnt sie nicht, dass sie damit eine Kette von Ereignissen ausgelöst hat, die sie und ihren Freund in große Gefahr bringen.

Meinung:
Das Buch beginnt mit einem Albtraum, den Victoria Jahre nach der eigentlichen Handlung des Buches hat und in dem sie Darian sieht, sich allerdings nicht an ihn erinnern kann. Daraufhin kehren ihre Erinnerungen zurück, die nach der Ausbildung als Kind des Mondes vorübergehend gelöscht wurden. Diese Erinnerungen sind es, die im Buch erzählt werden.
Dabei wird aber nicht nur Victorias Perspektive berücksichtigt, sondern auch Darian erzählt große Teile der Geschichte und auch andere Charaktere übernehmen kurz das Wort. Dadurch, dass die Handlung in dem Moment startet, in dem Victoria von den Erben des Mondes erfährt und ihre Ausbildung beginnt, erfährt man als Leser aus erster Hand die wichtigsten Details. Dabei hat die Autorin sich große Mühe gegeben, eine plausible Vergangenheit und geschichtliche Hintergründe zu erfinden und baut diese so stimmig in die Handlung ein, dass man sich nicht mit Informationen überladen fühlt. Gerade im ersten Teil fehlte mir aber ein bisschen der Kontakt zur Protagonistin selbst, da man nur knapp ihre Erlebnisse zusammengefasst bekommt und erst einige Wochen später wirklich direkt miterlebt, was ihr widerfährt. Auch dass Victoria die Existenz von Magie einfach so hinnimmt und zu keinem Zeitpunkt hinterfragt, fand ich etwas befremdlich.

Besonders Darian empfand ich als einen sehr interessanten Charakter. Durch die geteilte Erzählweise werden die verschiedenen Facetten seiner Persönlichkeit sehr deutlich. Dabei ist die Wahrnehmung, die Victoria von ihm hat, eine komplett andere als die, die der Leser erfährt, wenn er aus seiner Perspektive liest. Mir erschien er wie zwei unterschiedliche Charaktere, was für einige überraschende Wendungen sorgte. Immer, wenn die Geschichte an einen spannenden Punkt geriet, wechselte die Perspektive und die vorherigen Ereignisse wurden noch mal aus der anderen Sicht erzählt, was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, da ich wissen wollte, wie es weiter geht, anstatt noch mal die selbe Geschichte aus einer anderen Sichtweise erzählt zu bekommen. Trotzdem ist das eine gute Idee und ich meine, sogar der Schreibstil hätte sich je nach Perspektive etwas verändert, sodass ich daran auch ohne die Überschriften hätte erkennen können, wer da gerade seine Geschichte erzählt. Der Erzählstil von Darian erschien mir eher pragmatisch und auf die Tatsachen und Ereignisse konzentriert als der von Victoria, die eher Gedanken und Gefühle schilderte und beschrieb.
Insgesamt ist der Schreibstil sehr schön; detailliert, dabei aber trotzdem auf das wesentliche beschränkt. Die Autorin verliert sich nicht in unnötigen Details, sondern schmückt Beschreibungen nur so weit aus, dass man sich alles gut vorstellen kann.

Fazit:
Ein tolles Fantasy-Buch, das mir trotz kleinerer Kritikpunkte sehr gefallen hat und immer durch unerwartete Wendungen zu überraschen weiß.
4/5 Punkten

1 Kommentar: