Sonntag, 8. Dezember 2013

[Rezension] Before I fall / Wenn du stirbst...
























Inhalt:
Es ist Valentinstag und die Nacht, in der Sam zum ersten Mal mit ihrem Freund schlafen möchte, als sie bei einem Autounfall ums Leben kommt. Sie hat sich nie großartig darüber Gedanken gemacht, was nach dem Tod mit einem passiert. Mit dem, was jetzt auf sie zukommt, hat sie allerdings nicht gerechnet. Sie erlebt den Tag ihres Todes noch einmal. Und noch einmal. Immer wieder wacht sie am Valentinstag morgens auf.
Was muss sie verändern, um aus dieser Zeitschleife herauszukommen?

Meinung:
Gleich zu Anfang wird einem klar: Sam ist keine sympathische Person. Sie und ihre Freundinnen sind „popular“. Sie halten sich für beliebt, aber eigentlich haben die anderen Schüler nur Angst vor ihnen, weil sie bei der kleinsten falschen Bewegung angeschrien oder beleidigt werden. Sie halten sich eindeutig für besser als alle anderen und nutzen es aus, dass niemand sich ihnen in den Weg stellt. Schüler, die „unter ihnen stehen“, werden ignoriert oder lächerlich gemacht.
Bis zu ihrem Tod ist Sam allerdings gar nicht bewusst, dass das etwas schlechtes ist; dass sie es auch einfach lassen könnte; dass niemand sie dazu zwingt, gemein zu sein. Das erste Kapitel endet dazu auch noch mit den Fragen:
Ist das was ich getan habe wirklich so schlimm? Ist das was ich tue wirklich so viel schlimmer als das, was alle anderen tun? Ist es wirklich so viel schlimmer als das, was du tust? Denk darüber nach.

Das habe ich getan. Und ich kann klar und deutlich antworten: JA. Ohne eine persönliche Wertung einzubringen, kann ich sagen: Samantha ist ein Miststück. Und ihre beste Freundin Lindsay ist noch einmal deutlich schlimmer.
Wie gemein sie wirklich sind, und noch ohne es zu merken, wird einem erst nach und nach klar und es war wirklich nicht einfach, das Buch weiterzulesen. Ich war nämlich kaum interessiert, wie Sam ihre nach-dem-Tod-Probleme lösen kann, weil ich kein bisschen traurig war, als sie gestorben ist.

Das Buch hat eine Thematik, die Sympathie und Mitgefühl für die Hauptfigur erfordert. Diese waren allerdings überhaupt nicht vorhanden.
Erst mit der Zeit und der Anzahl der erlebten Todestage ändert sich Sams Charakter. Nach und nach bemerkt sie dann, wie mies sie sich in den letzten Jahren verhalten hat und ändert sich ziemlich rapide. Das war der Punkt, an dem für mich die Wendung kam und ich doch noch Gefallen an diesem Buch gefunden habe. Ja klar, auf Sams charakterlicher Veränderung beruht das ganze Buch, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es mir so anfangs aufgrund dieser Tatsache nicht gefallen hat.
Irgendwann gestaltet sie ihre Tage dann bewusst ganz anders als sie es sonst tun würde, sodass es interessant wird und man sich fragt, was sie als nächstes verändern wird und wie sie sich in bestimmten Situationen, die sich immer ähnlich wiederholen, wohl verhalten mag.

Fazit:
Wenn man sich direkt mit Sams Charakter abfinden kann, kann einem das Buch wirklich gut gefallen. Die Idee ist gut, die Umsetzung eigentlich auch. Wie gesagt störte mich die Protagonistin anfangs sehr, aber mit der Zeit ändert sie sich und wirdsympathischer. Wenn man also die ersten ~200 Seiten über durchhält, kann einem das Buch doch noch gefallen.
3/5 Punkten

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