Freitag, 18. April 2014

[Rezension] Aralorn 1 - Die Wandlerin

Titel: Aralorn - Die Wandlerin
Autorin: Patricia Briggs
Verlag: Bastei Lübbe
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 381
Preis: €9,99
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Reihe: Aralorn
1. Die Wandlerin
2. Der Verrat

Inhalt:
Aralorn beherrscht grüne Magie, die sie dazu befähigt, ihre Gestalt zu wechseln. Dabei kann sie etweder ihr menschliches Aussehen verändern, oder plötzlich zu einer Maus oder einem anderen Tier werden. Diese Fähigkeit macht sie als Spionin äußerst wertvoll. Als sie auf einen mächtigen Magier angesetzt wird, der verdächtigt wird, einige üble Dinge zu tun und sich ihr Verdacht bewahrheitet, ist sie plötzlich in Gefahr. Es gelingt ihr zwar zu fliehen, bevor er Verdacht schöpft, allerdings beeinflusst der Magier die Menschen so, dass sie nur Gutes über ihn denken und Aralorn keinen Glauben schenken. Wie soll sie einen solchen Feind bezwingen?

Meinung:
In der Welt der Hauptfigur Aralorn gibt es Menschenmagie und grüne Magie, wobei letztere als gefährlich gilt und den Magiern schlechte Dinge nachgesagt werden. Unter anderem aus diesem Grund hält Aralorn ihre Fähigkeiten geheim. Der einzige, der davon weiß, ist Wolf. Aralorn hat ihn eines Tages aus einer Falle gerettet und seitdem ist er ihr Begleiter. Obwohl er spricht und Aralorn weiß, dass er ein Mensch ist, hat sie ihn noch nie in einer anderen Gestalt gesehen, als in der des Wolfes.
Beide Charaktere finde ich sehr interessant und gut ausgebaut. Aralorn und Wolf sind die einzigen Figuren, über die man wirklich viel erfährt, allerdings ist das bei den meisten anderen gar nicht unbedingt nötig. Man erfährt ihre Hintergründe und Lebensgeschichten und lernt sie im Laufe des Buches erst nach und nach kennen und kann mit der Zeit verstehen, wieso sie bestimmte Eigenschaften und Charaktermerkmale haben. Das hat mir sehr gut gefallen, weil man sich so sehr viel besser in ihre Lage versetzen und ihre Entscheidungen und Handlungen nachvollziehen konnte. Außerdem verleiht ihnen das eine gewisse Substanz und Echtheit, die nicht da gewesen wäre, wären ihre Charakterzüge unbegründet geblieben.

Das Worldbuilding ist in diesem Buch nicht besonders komplex. Man erfährt nur das nötigste, um der Geschichte folgen zu können. Das kann man entweder positiv oder negativ sehen. Fans von ausführlichen Erläuterungen und Beschreibungen werden eher weniger auf ihre Kosten kommen, allerdings fällt es so sehr leicht, der Handlung zu folgen, ohne sich von vielen Erklärungen verwirren lassen zu müssen. Nach einer kurzen Einführung ist alles wesentliche bekannt und man kann sich ganz der Handlung widmen. Es gibt außerdem nicht unendliche viele Charaktere oder Orte, deren Namen man sich merken muss und obwohl es sich um ein High Fantasy Buch handelt, sind die Namen keine Zungenbrecher, auch wenn sie außergewöhnlich sind.

Dieser Roman ist ein Jugendbuch und obwohl es nicht ganz gewaltfrei bleibt, gibt es keine großen Gemetzel oder blutige Beschreibungen, sodass man das Buch auch gut lesen kann, wenn man kein Befürworter von Gewalt in Büchern ist.

Außerdem liegt der Fokus wirklich auf den Ereignissen und der Bedrohung durch den mächtigen Magier und wird nicht durch eine etwaige Liebesgeschichte abgelenkt. Die Charaktere sind sich bewusst, dass sie in Gefahr schweben und verhalten sich auch dementsprechend angemessen.

Fazit:
Eine spannende High Fantasy Geschichte für Jugendliche, die ohne viele blutige Beschreibungen auskommt und den Fokus nicht auf eine Liebesgeschichte, sondern auf die tatsächliche Handlung legt. Fans des Genres könnten allerdings das Worldbuilding bemängeln, das nicht besonders komplex ist.
4/5 Punkten

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