Donnerstag, 29. Mai 2014

[Rezension] Julia

Titel: Julia
Autorin: Anne Fortier
Verlag: Fischer Verlag
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 634
Preis: €9,99
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Reihe: -

Inhalt:
Die Mutter der Zwillinge Julia und Janice ist schon in deren Kindheit bei einem Unfall ums Leben gekommen und sie haben seitdem bei ihrer Tante Rose gelebt. Jetzt ist auch sie gestorben und hat Julia einen Brief hinterlassen, der besagt, dass ihre Mutter ihr in ihrer Heimatstadt in Italien etwas hinterlassen hat. In Erwartung, dort etwas wertvolles zu finden, reist Julia schließlich nach Siena und entdeckt etwas ganz anderes, als sie erwartet hat. Und endlich kann sie sich ihre Verbundenheit zu Shakespeares „Romeo und Julia“ erklären.

Meinung:
Der Klappentext des Buches verrät nicht viel über den Inhalt. Nur, dass es irgendetwas mit Romeo und Julia zu tun hat. Ich wusste deshalb nicht wirklich, was mich erwarten würde.

Das Buch erzählt abwechselnd die Geschichte von Julia in der Gegenwart und die Geschichte von Romeo und Julia. Dabei geht es allerdings nicht um die Version von Shakespeare, sondern die originale, die sich im Jahr 1340 wirklich in Siena ereignet hat.
Obwohl ich bisher immer dachte, mit historischen Geschichten nichts anfangen zu können, hat mir diese wirklich sehr gut gefallen. Ich muss zugeben, dass ich das Drama von Shakespeare gar nicht kenne und die beiden Geschichten deshalb nicht vergleichen kann, aber es gibt wohl einige Unterschiede. So wird es auch für diejenigen nicht langweilig, die das Drama schon kennen.

Julia ist eine wirklich tolle Protagoistin. Sie ist neugierig und fest entschlossen, den „Schatz“ zu finden, den ihre Mutter ihr hinterlassen hat. Selbst als sie feststellt, dass es etwas ganz anderes ist, als sie erwartet hat, gibt sie nicht auf, sondern ist sogar noch interessierter als vorher. Sie ist mutig genug, nachzuforschen und fremde Menschen zu fragen, die ihre Mutter gekannt haben oder über die Geschichte der Stadt Bescheid wissen. Trotzdem kann sie auch Angst haben und sich Dinge nicht trauen, was nur realistisch ist.

Ich möchte nicht zu viel vorweg nehmen, weshalb ich nicht genauer auf die Handlung eingehen werde. Im ersten Teil des Buches haben mir die Kapitel in der Vergangenheit besser gefallen, in der zweiten Hälte wurde ich immer gespannter, was in der Gegenwart passieren würde. Es war also sehr ausgewogen und ich hatte wirklich Spaß an beiden Teilen der Geschichte.
Zu Beginn ist man genau wie Julia ziemlich ahnungslos. Bei ihrer Suche nach Informationen erfährt man immer mehr, allerdings kann man noch kein vollständiges Bild zusammensetzen. Erst sehr spät kann man alle Zusammenhänge herstellen, wodurch die Spannung konstant aufrechterhalten wurde. Außerdem gibt es viele Wendungen, die mich immer wieder überraschen konnten und mich das bisher geglaubte überdenken ließen.
Mit jeder Seite fieberte ich mehr auf die Auflösung hin, wollte aber zugleich nicht, dass das Buch endet. Trotz seiner 630 Seiten erschien mir das Buch zu kurz. Das meine ich aber nicht in dem Sinne, dass etwas gefehlt hätte. Ich hätte einfach gerne noch weitergelesen, weil mir die Geschichte so gut gefallen hat.

Ich finde es schade, dass das Buch so unbekannt ist und hoffe, ich konnte wenigstens einen Leser hiermit überzeugen, das Buch zu lesen. Es ist so schön und spannend, dass wirklich mehr Leute daran teilhaben sollten!

Fazit:
Abwechselnd werden die Geschehnisse der Gegenwart und die der Vergangenheit erzählt und beide Teile der Geschichte konnten mich begeistern. Die Handlung ist bis zum Ende hin spannend und trotzdem der vielen Seiten wird es keine Sekunde langweilig!
5/5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Das Buch hört sich sehr gut an! Eine tolle Rezi :)
    Liebst, Emme ♥

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