Samstag, 21. Juni 2014

[Rezension] Schattenhauch

Titel: Schattenhauch - Ruinen der Dämmerung
Autorin: Tanja Bern
Verlag: Carlsen Impress
Format: ebook
Seitenzahl: 301
Preis: €3,99
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Reihe: -

Inhalt:
Nachdem die „alte Welt“ endete, weil chemische Substanzen die Erde verseuchten und die Menschen krank werden ließen, konnten sich einige Menschen in die Wälder retten. Eine Gefahr bleibt trotzdem, denn die sogenannten Schatten lauern außerhalb der Dorfmauern. Niemand traut sich aus dem sicheren Gebiet heraus, doch ein Mädchen setzt sich über das ungeschriebene Gesetz hinweg und verlässt die anderen. Eine Gruppe von Menschen macht sich auf den Weg, um sie zu suchen und macht dabei erstaunliche Entdeckungen.

Meinung:
Die Menschheit versuchte, mithilfe chemischer Substanzen Energie zu gewinnen, doch dieser Versuch ging schief und die Erde wurde verseucht. Nur wenige Menschen konnten sich retten und mussten ihre Familien und alle anderen in den Städten zurücklassen, wo die meisten an der Vergiftung starben. Wenige Überlebende stellten später fest, dass Bäume das Gift neutralisieren und ihnen so das Leben weiterhin ermöglichen können.

Derlyn wurde als Kind im Wald gefunden und wuchs seitdem bei einer Dorfbewohnerin auf, die von da an seine Mutter darstellte. Irgendetwas sorgt allerdings dafür, dass die anderen Jugendlichen ihn nicht vollständig akzeptieren. Ob das mit seiner Herkunft zusammenhängt?
Eine Wette sorgt dafür, dass er sich gemeinsam mit Amelie der Suche nach dem verschwundenen Mädchen anschließt.

Amelie ist ein normales Mädchen. Sie ist weder besonders mutig, noch ängstlich, sondern in fast jeder Hinsicht ziemlich durchschittlich. Derlyn hingegen sticht aus der Masse heraus. Er hat ein ungewöhnliches Aussehen und verhält sich anders als seine Altersgenossen. Er ist am liebsten unter sich, liebt die Natur und kann mit Tieren mehr anfangen als mit Menschen.

Die Hintergründe des Romans fand ich interessant. Im Laufe des Buches wird alles ziemlich genau erklärt und es wird deutlich, was passiert ist. Man wird also nicht vor vollendete Tatsachen gestellt, die man ohne Erläuterung akzeptieren muss, sondern man kann die Entwicklungen nachvollziehen.

Das Buch beginnt eher langsam. Bis zur Hälfte kommt nur zwischenzeitlich kurz Spannung auf und ich fand die Geschichte bis dahin etwas langweilig. Von da an wird es aber richtig interessant und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Man erfährt viele neue Dinge, die die Charaktere größtenteils selbst gerade erst erfahren. Durch mehrere Sichtweisen bekommt man die Geschichte aus vielen Perspektiven erzählt und man erfährt auch, wie die Charaktere aufeinander wirken und wie die Beziehungen zwischen ihnen sind.

Das Buch ist ein Einzelband und das Ende ist so gewählt, dass die Geschichte abgeschlossen ist und keine Fragen mehr offenbleiben.

Fazit:
Das Buch beginnt etwas langatmig und ohne viel Action. Erst zur Mitte hin wird es spannend und interessanter. Von da an konnte ich das Buch aber kaum noch weglegen, weil es immer neue Informationen und Entdeckungen gab.
3/5 Punkten

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