Montag, 14. Juli 2014

[Rezension] Ach wie gut, dass niemand weiß...

Autorin: Alexa Hennig von Lange
Verlag: cbt
Format: broschiert
Seitenzahl: 400
Preis: €14,99
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Reihe: -

Inhalt:
Sina wird von ihren Freundinnen überredet, zu einer Party zu gehen, um über den Betrug ihres Freundes hinwegzukommen. Auf einem Parkplatz lernt sie dabei Noah kennen. Kurz darauf wird Sina plötzlich ins Gebüsch gezogen, während ihre Freundinnen, wie sich dann herausstellt, entführt werden. Sina ist sich sicher, dass Noah derjenige war, der sie gerettet hat. Von der Polizei wird er allerdings als Mittäter gesucht. Kurz nach diesem Zwischenfall besucht Noah Sina, aber niemand darf von ihrer Verbindung wissen.

Meinung:
Was ich erwartet habe, war eine süße Liebesgeschichte zwischen zwei Jugendlichen, die aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen stammen und sich entgegen des Willens ihrer Familien treffen. Was ich bekommen habe, war etwas ganz anderes.

Sina und Noah lernen sich bei einer Entführung kennen. Beide sind auf den ersten Blick nicht direkt darin verwickelt, aber Noah wird trotzdem von der Polizei gesucht. Und nicht ihre verschiedenen Herkünfte sind nun entscheidend, sondern die Tatsache, dass Noah ein Krimineller zu sein scheint.
Sina hat sich allerdings schon bei ihrer ersten Begegnung in ihn verliebt und umgekehrt ist es genauso gewesen. Er besucht sie zwei Mal zu Hause und die nächsten 300 Seiten schwärmt Sina nur noch davon, wie unsterblich verliebt sie ist und dass sie den Rest ihres Lebens mit ihrer großen Liebe Noah verbringen möchte.
Die Gefühle zwischen den beiden entwickeln sich kein bisschen natürlich und sind überhaupt nicht nachvollziehbar. Sina und Noah kennen sich nicht und wissen nichts übereinander, aber die große Liebe ist natürlich da.

Der Großteil der Geschichte dreht sich dann auch um genau diese verbotene Liebe. Es gibt kaum Informationen über das Vorgehen der Polizei bei der Ermittlung gegen Noah, sondern es geht nur um Sinas Gefühle und die Tatsache, dass sie diese vor allen anderen geheim halten muss.

Auch Sina an sich und ihre Familie wirken total klischeehaft und unrealitisch. Für Sinas Mutter dreht sich alles um ihr Aussehen und den äußeren Eindruck und auch Sina ist sehr oberflächlich. Für sie und ihre Clique gab es bisher nichts wichtigeres als ihr Aussehen und dass sie in der Schule die beliebtesten sind. Ihr Vater ist Staatsanwalt und arbeitet rund um die Uhr, sodass Sina ihn praktisch nichts zu Gesicht bekommt. Für sie scheint das allerdings die perfekte Familie zu sein.

Ich bin nicht sicher, wo die Geschichte überhaupt spielt, aber mir scheint es, als hätte die deutsche Autorin versucht, die Charaktere amerikanischer wirken zu lassen, so wie man sie aus Highschool-Filmen kennt. Das merkt man auch an deren Sprache, da Sina und ihre Freundinnen sich untereinander dauernd „Sweetie“ oder „Babe“ nennen, was meiner Ansicht nach in Deutschland niemand machen würde und auch in Amerika wahrscheinlich nicht üblich ist.

Fazit:
Abgesehen von meiner Kritik, die hauptsächlich aus der unsterblichen Liebe auf den ersten Blick besteht, war das Buch immerhin etwas unterhaltsam, weshalb es gerade noch 2/5 Punkten von mir bekommt. Weiterempfehlen würde ich es allerdings höchstens, wenn euch die unrealistische Entwicklung der Beziehung nicht stört.

Kommentare:

  1. Schade, dass es dir nicht so gefallen hat. Ich habe schon viel positives gehört und es hat mich bisher immer in den Fingern gejuckt, jetzt aber...
    Naja, irgendiwe ist die Lust ein wenig abgeglommen...
    Liebst, Emme ♥

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  2. Hallo,
    das Buch liegt noch auf meinem SuB, und jetzt, wo ich deine Rezi lesen, wird es da wohl noch ein bisschen länger liegen...
    Ich habe sowieso genug Bücher zum Lesen :D
    Liebe Grüße,
    Noemi

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