Dienstag, 30. Dezember 2014

Beendete Reihen 2014

Zum Ende des Jahres möchte ich euch neben meinen Tops und Flops gerne zeigen, welche Reihen ich zu Ende gelesen habe. Dieses Jahr habe ich insgesamt 11 Buchreihen beenden können. Oder 12, je nach Definition. Die Reihenfolge ist beliebig.

Fangen wir zuerst mit der Reihe an, bei der ich unsicher bin, ob ich sie überhaupt erwähnen soll, nämlich Die Bestimmung. Da ich die Reihe auf Englisch gelesen habe, habe ich den Trilogie-Abschluss bereits 2013 gelesen und sie ist auch schon im Reihen-Rückblicks-Post 2013 zu finden.. Seitdem ist aber noch die Kurzgeschichtensammlung Four erschienen. Die Handlung wird damit nicht weitergeführt, aber trotzdem gehört das Buch für mich zur Reihe.
Long story short: Hiermit ist die Reihe nun endgültig abgeschlossen, weshalb ich sie noch mal erwähnen wollte. Natürlich kann man Kritik an der Trilogie finden, aber trotzdem zählt sie zu meinen Lieblingen und die Kurzgeschichten ergänzen die anderen Bücher perfekt.

Die Trilogie um Darian & Victoria gefiel mir ganz gut, und auch wenn es definitiv bessere gibt, habe ich sie sehr gerne gelesen. Diese Reihe von Stefanie Hasse beginnt mit Schwarzer Rauch und einer tollen Idee, die ich in der Form noch nicht gesehen habe.

Die Legend-Trilogie von Marie Lu habe ich innerhalb von kurzer Zeit komplett gelesen. Die Bücher sind spannend und ich hatte nicht viel an ihnen auszusetzen. Wie es im Jugendbuchbereich auch in den Dystopien üblich ist, gibt es eine Liebesgeschichte, aber daneben gibt es trotzdem noch genug spannende und interessante Handlung, bei denen Politik und die Herkunft der Charaktere eine Rolle spielen.

Die Finding Sky Reihe von Joss Stirling habe ich günstig im Paket als ebook bekommen und die Bücher eigneten sich super, um im Zug bei meinen Touren durch NRW gelesen zu werden. Zwar sind sie ziemlich kitschig, was die Theorie mit den Seelenverwandten aber zwangsläufig mit sich bringt. In jedem der drei Bücher geht es um einen anderen der Benedict-Brüder, der darin seinem Seelenspiegel begegnet. Dabei geht es aber nicht allein um das Teenager-Drama, das man erwartet, sondern es gibt auch Bösewichte, die sich der ganzen Familie entgegensetzen und deren Ziel es nicht nur ist, die Liebe der Paare zu zerstören, wodurch etwas Spannung in die Bücher kommt.

Traumlos ist eine Dystopie-Dilogie von Jennifer Jäger. Die Idee gefiel mir dabei wieder einmal sehr gut, aber an der Umsetzung hätte man noch arbeiten können. Gerade im ersten Teil lief mir alles viel zu glatt ab und die Charaktere entkamen den gefährlichen Situationen mehr durch Zufälle als durch wirkliches Können oder gute Ideen.

Eve & Caleb ist eine Trilogie, die von den meisten in die Sparte "gut, aber nichts besonderes" eingeordnet wird und so auch von mir. Hierbei handelt es sich wieder um eine Dystopie. In dieser Welt wurden alle Mädchen in Internate gebracht, von wo aus sie nach ihrem Abschluss in Lager gebracht werden, wo sie den Rest ihres Lebens schwanger werden und Kinder gebären müssen. Der Hauptfigur gelingt es zu fliehen und sie versucht, herauszufinden, wieso das passiert und was sie dagegen tun kann, dass das gleiche auch ihren Freundinnen passiert. An keinem der drei Bücher hatte ich etwas schwerwiegendes auszusetzen, aber mir fehlte das gewisse Etwas, um sie wirklich zu meinen Lieblingen zählen zu können.

Herzblut ist eine Reihe, die zeigt, wie sehr eine Steigerung innerhalb einer Trilogie möglich ist. Band 1 fand ich noch mittelmäßig, Band 2 und 3 haben dann die volle Punktzahl von mir bekommen. Es geht um Hexen, Vampire und deren Feindschaft und natürlich gibt es eine Liebe zwischen den "Arten", die nicht sein darf. Der Auftakt war noch eher 08/15, danach entwickelte sich die Geschichte aber in eine eigene Richtung. Die Hauptfigur, mit der ich am Anfang nicht warm werden konnte, hat sich ebenfalls weiterentwickelt und es kommt zu logischen Konflikten zwischen den Charakteren, was mir sehr gefallen hat. Auf jeden Fall eine Reihe, bei der es sich lohnt, durchzuhalten!

Kissing ist eine New Adult Trilogie von Katrin Bongard. Die Geschichte spielt in Berlin und alles entwickelt sich daraus, dass die Haupfigur ihren besten Freund mit jemandem verkuppeln will, in den sie sich dann selbst verliebt. Was mir besonders gefallen hat, sind die Charaktere. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit, wirkt dabei aber nicht übertrieben oder künstlich. Außerdem spielen die Beziehungen untereinander eine große Rolle und es stehen nicht nur zwei Personen im Mittelpunkt, sondern auch die Nebencharaktere sind wichtig und man schließt sie alle schnell ins Herz. Obwohl die Liebesgeschichte natürlich wichtig für die Handlung ist, geht es eigentlich fast noch mehr um Freundschaft. An dieser Reihe hatte ich absolut keine Kritik.

Aralorn gehört zu den wenigen High Fantasy Büchern, die ich dieses Jahr gelesen habe. Der Weltentwurf von Patricia Briggs ist nicht allzu umfangreich, weshalb man sich gleich zurechtfindet und die Protagonistin ist mutig und stark und braucht ausnahmsweise keinen starken Mann, der sie aus jeder Situation rettet. Beides sind neben der spannenden Handlung Aspekte, die mir sehr gefallen haben und ich finde es schade, dass es nur eine Dilogie ist.

Eine weitere Dilogie, die gerne mehr Bände haben könnte, ist The Assassin's Curse von Cassandra Rose Clarke. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da es sich um eine fremde Welt handelt, die nicht erklärt wird und man ohne weitere Informationen einfach in eine Situation geworfen wird, die ich nicht auf Anhieb komplett verstanden habe. Schnell änderte sich mein Bild aber und ich war wie gefangen von den Büchern. Die Charaktere sind interessant, die Kombination von Piraten und Assassinen fand ich super und die Geschichte ist spannend. Was mir besonders positiv aufgefallen ist, ist der Schreibstil, der perfekt an die Ich-Perspektive angepasst ist. Die Sprache der Hauptfigur, die auf einem Piratenschiff aufgewachsen ist, ist dementsprechend nicht besonders anspruchsvoll und ziemlich umgangssprachlich, wobei sich hin und wieder auch Grammatikfehler einschleichen, was ich sehr authentisch finde.

Schattenblüte ist eine Trilogie, die ich bereits 2012 angefangen habe. Damals fand ich die Bücher super. Als ich vor kurzem weitergelesen habe, konnte ich an die Begeisterung leider nicht mehr anknüpfen. Ob das daran liegt, dass ich mich nicht an die ganze Vorgeschichte erinnern konnte, oder daran, dass mein Geschmack sich einfach verändert hat, kann ich leider nicht sagen. Trotzdem handelt es sich um gute Bücher über Werwölfe. Obwohl meine Bewertung etwas anderes sagt, würde ich rückblickend sagen, dass Band 3 handlungstechnisch am besten war, weil es da endlich zum großen Showdown kommt.

Die letzte Reihe musste ich auf Englisch beenden, weil der dritte Band leider nicht mehr übersetzt wird. Die Sternenfeuer-Trilogie spielt in zwei gigantischen Raumschiffen, in denen tausende Menschen, Tiere und Pflanzen leben, um damit in etwa 40 Jahren einen Planeten neu besiedeln zu können, weil das Leben auf der Erde nicht mehr möglich ist. Allein dieses Setting macht die Reihe schon besonders, gerade weil es wenig Science Fiction für Jugendliche gibt. Außergewöhnlich sind auch die Charaktere, die sowohl positive als auch negative Eigenschaften haben und teilweise auch gezwungen sind, "schlechte" Entscheidungen zu treffen. So ist man sich selbst als Leser oft nicht im Klaren, auf wessen Seite man eigentlich steht.
Solltet ihr die Möglichkeit haben, auf Englisch zu lesen, solltet ihr der Reihe auf jeden Fall mal eine Chance geben. Sie ist absolut genial, aber leider viel zu unbekannt.

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