Donnerstag, 2. Juli 2015

[Rezension] Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen

Autorin: Susan Juby
Verlag: cbj
Format: Hardcover
Seitenzahl: 349
Preis: €16,99
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Reihe: -

Inhalt:
Normandy und ihre Freunde Dusk und Neil machen es sich zur Aufgabe, die Wahrheit zu erfahren. Sie sind davon überzeugt, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn die Menschen einfach ehrlich zu sich und ihren Problemen stehen würden und so gründen sie die Wahrheitskommission. Was sie damit lostreten werden, ist ihnen zu Beginn allerdings nicht klar und sie müssen feststellen, dass sie sich auch auf die Suche nach ihrer eigenen Wahrheit machen sollten.

Meinung:
Das Buch ist in Form eines Essays geschrieben, das die Protagonistin als Abschlussprojekt für die Schule schreibt. Die Form ist deshalb sehr locker und der Schreibstil ist umgangssprachlich und eben so, wie eine Jugendliche schreiben würde, was mir sehr gefallen hat. Außerdem nutzt die Protagonistin die Möglichkeit der Fußnoten sehr aus, sodass es davon eine Menge gibt. Diese enthalten zusätzliche Informationen zu Dingen, die sie erwähnt, die aber nicht wirklich etwas im eigentlichen Text zu suchen haben, oder Bemerkungen an ihre Lehrerin. Diese fand ich jedoch sehr unangebracht, da sie ihre Lehrerin meiner Meinung nach sehr unangemessen anspricht und sich beispielweise in ihre Beziehung einmischt.

Normandy ist nicht schüchtern, aber im Vergleich zu ihren beiden Freunden doch eher zurückhaltend. Diese gehen ohne zu zögern auf die anderen Schüler und sogar auf die Sekretärin zu und fragen sie super private Fragen. Deren Reaktionen darauf finde ich ziemlich unrealistisch, da ich mir nicht vorstellen kann, dass jeder ohne zu zögern all seine Geheimnisse auspackt, nur weil er geradeheraus gefragt wird. Allgemein wird die ganze Wahrheits-Sache gerade im ersten Teil des Buches sehr idealistisch dargestellt.
Als es dann direkt um Normandys Familie geht, wendet sich die Sache etwas und es wird ernster und problematischer. Dieser Übergang vom eher leichten und lockeren Anfang zum ernsteren Teil der Geschichte hat mir gut gefallen.

Die Darstellung von Normandys Familie kam mir ziemlich realistisch vor, auch wenn ich das natürlich nicht gut beurteilen kann. Ihre Schwester ist schon als Teenager mit Graphic Novels weltberühmt geworden und alle nehmen jetzt große Rücksicht darauf, sie bloß nicht zu bedrängen oder bei der Arbeit zu stören. Dass die Familie dabei praktisch überhaupt keinen Kontakt mehr zu ihr hat, störte mich etwas, allerdings ist das ein wichtiger Teil der Geschichte und der Suche nach der Wahrheit.

Wie schon erwähnt beginnt das Buch eher locker und witzig, wird aber zunehmend ernster, je mehr es um Norms Familienprobleme geht und nicht mehr nur die Anderen betroffen sind. Die Spannung steigt dabei ab einem gewissen Punkt immer weiter an, bis man schließlich kurz vor Schluss die Wahrheit erfährt, die für mich ziemlich schockierend war. Was mir sehr gefällt ist, dass die Autorin an diesem Punkt nicht das Buch beendet, sondern man noch erfährt, wie die Geschichte weitergegangen ist und was anschließend passiert, sodass man zwar selbst noch die Ereignisse weiterspinnen könnte, aber einen zufriedenstellenden Abschluss hat.

Fazit:
Ein Jugendbuch, das locker beginnt und zunehmend ernster wird und dabei die Bedeutung der Wahrheit von verschiedenen Seiten darstellt. Dabei ist es allerdings nicht ganz realistisch, was mich bei dieser Art von Geschichte etwas stört.
4/5 Punkten

Kommentare:

  1. Dass es nicht ganz realistisch ist, ist schade .. sowas stört mich meistens ziemlich. Aber ich denke, ich werd's trotzdem noch lesen, 4/5 Punkten sind ja echt gut :)

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  2. Hey :)
    Das klingt echt gut find ich! Hab noch nie von dem Buch gehört, aber klingt wie was was man auch mal so zwischendurch lesen kann, aber dennoch spannend ist :) Vielleicht geb ich dem ja auch mal ne Chance :D

    Ja City of Glass les ich zum ersten mal :) Ich brauch irgendwie ewig mit der Reihe weil ich immer so eins im Jahr lese :D Die werden einfach immer dicker und dann hänge ich neben der Uni ewig dran, was mich dann nervt. Aber an sich liebe ich die Story und Cassandra Clares Schreibstil, bin zwar erst auf Seite 70 aber finds schon toll :D

    Und ja der Juni war so flott um o.O Nach dem Abi geht das flott mal, dass man nur noch rumliegt und nichts macht obwohl man total viel Zeit hat. Ich glaub ich hab damals auch erstmal den restlichen März nichts gemacht und dann ging ein Lesemarathon los der sich bis zum Uni Start hielt :D
    Weißt du denn schon was du jetzt als nächstes machst? Auch studieren? :)

    Liebste Grüße, Katharina - und ja ich schäme mich schon fast weil ich ewig nicht mehr Kommentiert habe :/ Aber dafür jetzt ein kleiner Roman ;)

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