Donnerstag, 30. Juli 2015

[Rezension] The Jewel / Das Juwel - Die Gabe

Autorin: Amy Ewing
Verlag: FJB
Format: Hardcover
Seitenzahl: 448
Preis: €16,99
Kaufen? *deutsch* / *englisch*
Reihe: Das Juwel / The Lone City
1. Das Juwel - Die Gabe / The Jewel
2. Das Juwel - ? / The White Rose
3. ?

Anmerkung: Ich habe das Buch auf Englisch gelesen

Inhalt:
Violet lebt mit vielen anderen Mädchen in einer Art Heim, wo sie auf ihr zukünftiges Leben vorbereitet werden. Dieses wird so aussehen, dass sie bei verschiedenen adeligen Familien unterkommen und dort dafür verantwortlich sind, dass diese Familie weiterbestehen kann. In anderen Worten: Sie müssen die Kinder der Adeligen austragen, ob sie wollen oder nicht.
Voraussetzung dafür sind besondere Gaben, die es den „surrogates“ ermöglichen, Kinder zu empfangen und ihnen die Fähigkeit geben, allein mit ihren Gedanken die Erscheinung von Dingen zu beeinflussen oder sie wachsen zu lassen.
Violet ist mit ihrem Schicksal ganz und gar nicht glücklich. Aber hat sie eine Wahl?


Meinung:
Um ehrlich zu sein hatte ich absolut keine Ahnung, wovon dieses Buch handeln würde. Aufgrund des Covers hatte es mich auch nie großartig interessiert, da es für mich zu kitschig aussah und ich nie ein Fan von „Prinzessinnen-Geschichten“ war.
Was ich bekommen habe, war also etwas ganz anderes, als ich erwartet habe.

Violet kommt aus einem sehr armen Viertel und wurde mit 12 Jahren von ihrer Familie getrennt und mit anderen Mädchen in ein Heim gesteckt, da sie besagte Gaben besitzt und damit wertvoll für den Adel ist. Die Mädels in diesen Einrichtungen freuen sich in der Regel auf ihre Zukunft, da ihnen nur bekannt ist, dass sie im Juwel leben dürfen, dem Stadtteil der Reichen und Adeligen, und Teil ihrer Familien werden. Das ist allerdings natürlich nicht so positiv, wie sie sich das vorstellen, da sie bei einer Auktion versteigert werden, was sie zum Eigentum der jeweiligen Familie macht. Daraus lässt sich schon schließen, dass sie dort nicht allzu gut behandelt werden. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass sie gezwungen sind, für die Familie ein Kind auszutragen, ob sie wollen oder nicht, und daran führt kein Weg vorbei.
Natürlich ist Violet damit ganz und gar nicht einverstanden, allerdings muss sie bald feststellen, dass sie allein keine Chance hat, sich gegen die Herzogin zu wehren.

Violet fand ich als Hauptfigur leider nur mittelmäßig gut. Sie ist sympathisch und ein guter Mensch, allerdings ist sie oft naiv und verhält sich nicht gerade verantwortungsbewusst. Sie weiß zwar, dass es schlechte Konsequenzen hat, wenn sie sich nicht an die Regeln hält, allerdings missachtet sie sie trotzdem – oft ohne plausiblen Grund, sondern einfach aus Trotz. Das hat dafür gesorgt, dass ich mir hin und wieder gerne vor die Stirn schlagen wollte.

Einen großen Teil des Buches verbringt man relativ unwissend. Erst kurz vor der Mitte gibt es endlich einige Hintergrundinformationen. Zum einen erhält das die Spannung aufrecht, zum anderen hätte ich mir aber noch ein bisschen mehr gewünscht. Da Violet selbst natürlich nicht alles erfahren darf, was die Zukunft für sie bereithält, ist das wohl nicht möglich. Dadurch bleiben einige Fragen auch zum Schluss noch offen.
Die meiste Zeit über fand ich das Buch relativ vorhersehbar und so einige Geschehnisse habe ich schon von Anfang an erwartet. Erst ganz zum Schluss konnte mich das Buch vollkommen überraschen. Es endet mit einem totalen Cliffhanger, der mich ungeduldig auf die Fortsetzung warten lässt.

Fazit:
Ein Buch, das zwar nicht durch Spannung glänzt, einen durch seine Atmosphäre und Stimmung aber trotzdem an die Seiten fesselt. Durch die Wendung am Ende bin ich sehr gespannt, wie es mit Violet in Band 2 weitergehen wird.
4/5 Punkten

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