Sonntag, 20. September 2015

[Rezension] Playlist für zwei

Autorin: Mary Amato
Verlag: dtv
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 304
Preis: €8,95
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Reihe: -

Inhalt:
Tripp ist fassungslos, als seine Mutter ihm aufgrund seiner schlechten Noten seine Gitarre wegnimmt, die ihm alles bedeutet. Glücklicherweise findet er eine Möglichkeit, in der Schule zu üben, allerdings muss er sich den Proberaum mit der perfekten Lyla teilen, Musterschülerin und musikalisches Wunder auf dem Cello. Über Zettel, die sie sich hinterlassen, kommen sie ins Gespräch und überraschenderweise bleibt es nicht bei der anfänglichen Abneigung.

Meinung:
Tripp ist ein Einzelgänger, seit sein bester Freund vor längerer Zeit weggezogen ist und seine ganze Freizeit widmet er seitdem der Gitarre. Seinen Schulnoten hilft das natürlich gar nicht, weshalb seine Mutter nun Konsequenzen einleitet und ihm ein Ultimatum setzt: solange seine Noten nicht besser werden, bekommt er sein geliebtes Instrument nicht zurück. Tripp ist allerdings stur und sucht sich lieber einen anderen Weg und das macht ihn als Charakter größtenteils aus. Er fühlt sich ungerecht behandelt und zahlt es seiner Mutter lieber heim und sucht Ausflüchte, als sich an die Abmachung zu halten.

Lyla scheint auf den ersten Blick perfekt zu sein: Musterschülerin, unglaublich talentierte Cello-Spielerin und eine tolle beste Freundin. Was niemand weiß ist, dass sie insgeheim schon lange keine Lust mehr hat, Cello zu spielen.

Beide Charaktere haben also ihre Probleme, durch die sie mit dem jeweils anderen in Kontakt kommen. Die ersten Nachrichten sind noch genervt und sarkastisch, aber mit der Zeit freuen sich beide über die Briefe des anderen und freunden sich so an. In Wirklichkeit treffen tun sie sich allerdings nicht, was das Buch so interessant macht.
Was mir auch sehr gefällt ist, dass sich die beiden nicht sofort ineinander verlieben, sondern sich einfach nur anfreunden.

Leider habe ich auch einiges an Kritik. Das Buch ist insgesamt sehr kurz, was zunächst nicht allzu sehr auffällt, aber die Schrift hat die gleiche Größe wie in einem Buch für Erstleser. Dadurch haben mir auch ein bisschen die Hintergründe der Charaktere gefehlt und die Geschichte hätte mir besser gefallen, wenn ich ein paar Informationen mehr bekommen hätte.
Außerdem ist mir Lyla ein bisschen zu perfekt gewesen. Bis auf die Tatsache, dass sie keine Lust mehr hat, ihr Instrument zu spielen, hat sie nämlich keine Schwächen. Mir ist rein gar nichts aufgefallen, was sie nicht kann oder sie zu einer nicht-perfekten Person macht und das erscheint mir doch ein bisschen unrealistisch.

Fazit:
Insgesamt hat das Buch leider nicht das Zeug dazu gehabt, mich komplett zu überzeugen, bereitet allerdings doch ein paar unterhaltsame Stunden, obwohl die erhofften Streitereien zwischen den Hauptfiguren größtenteils ausgeblieben sind.
3/5 Punkten

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