Sonntag, 22. November 2015

[Rezension] Die Liste der vergessenen Wünsche

Autorin: Robin Gold
Verlag: blanvalet
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 352
Preis: €8,99
Kaufen? *klick*
Reihe: -

Inhalt:
Nur wenige Tage vor der geplanten Hochzeit kommt Claras Verlobter Sebastian bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Clara ist am Boden zerstört und glaubt, ihr Leben sei vorbei. In ihrer Trauer vernachlässigt sie Freunde, Arbeit und Familie und existiert nur noch so vor sich hin, ohne etwas wahrzunehmen. Als sie zu Thanksgiving nach Hause kommt, findet sie dort eine Liste mit Dingen, die sie als 10-jährige vor ihrem 35. Geburtstag erledigt haben wollte. Und bis dahin bleiben ihr nur noch wenige Monate.

Meinung:
Ich liebe Bücher, in denen es um To-Do-Listen geht. Ich finde es spannend, was die Figuren sich für Ziele im Leben gesetzt haben, da es natürlich so einiges über ihren Charakter aussagt und automatisch eine Vergangenheit und mehr Tiefe erschafft. In diesem Fall ist die Liste sehr vielseitig und geht von „einen Avokadobaum pflanzen“ über „eine zerstörte Vase ersetzen“ bis hin zu „Präsidentin werden“. Manche Ziele lassen sich offensichtlich leichter realisieren als andere, aber das macht sie nicht langweiliger.

Clara ist genau so, wie man es bei ihrer Geschichte erwartet. Sie ist völlig fertig vom Tod ihres Verlobten und kann mit ihrer Trauer nicht umgehen. Sie nimmt nicht mehr aktiv am Leben teil und bekommt nichts mehr von der Welt um sie herum mit. Auch ihre Familie ist ratlos und weiß nicht mit ihr umzugehen. Als sie die Liste findet, fasst sie bald den Entschluss, diese Ziele noch vor Ablauf der Frist zu erreichen, wodurch sie wieder Halt im Leben findet und auf etwas hinarbeiten kann. Von diesem Moment an ist sie natürlich eine leichtere und angenehmere Protagonistin, da sich ihre Gedanken nicht mehr ausschließlich auf ihre Trauer konzentrieren.

Generell ist das Buch natürlich sehr traurig, was man schon dem Klappentext entnehmen kann und was wohl niemanden überraschen wird. Gerade zu Anfang ist es schwer, obwohl es dem Leser noch eher leicht gemacht wird, da man Sebastian nicht kennenlernt, bevor er stirbt. So hat man nicht das Problem, über einen liebgewonnen Buchcharakter hinwegkommen zu müssen. Der Nachteil dabei ist, dass man die Trauer der Protagonistin so weniger nachvollziehen kann, obwohl man sich natürlich ihre Situation vorstellen kann. Im Laufe der Geschichte wird das Buch immer hoffnungsvoller, das heißt, man muss sich nicht darauf vorbereiten, die 350 Seiten hindurch nur zu heulen.

Fazit:
Meine Erwartungen wurden erfüllt und ich habe ein Buch bekommen, das sowohl Trauer als auch Hoffnung vermittelt und einen mit der Hauptfigur mitfühlen lässt. Zu Beginn fiel es mir allerdings eher schwer, in die Geschichte hineinzufinden.
4/5 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen