Samstag, 7. Mai 2016

[Rezension] My Life after now

Autorin: Jessica Verdi
Sprache: Englisch
Verlag: Sourcebook Trade
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 287
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Reihe: -


Inhalt:
Lucys Leben ist nahezu perfekt. Sie ist der Star der Theater AG, hat den perfekten Freund und tolle beste Freunde. Dann passiert etwas, was alles ändert. Sie bekommt die Hauptrolle des Theaterstückes nicht, ihr Freund verlässt sie für die neue Hauptrolle, sie flüchtet sich in Alkohol und einen One-Night-Stand – und infiziert sich mit HIV. Ihr ganzes Leben wird auf den Kopf gestellt und sie fragt sich, wie um alles in der Welt sie trotz der Umstände ganz normal weitermachen können soll.

Meinung:
Als ich das Buch gekauft habe, wusste ich noch nicht zu hundert Prozent, worum es darin gehen würde. Der Klappentext macht nur Andeutungen und ich habe überlegt, ob ich es deshalb in meiner Rezension überhaupt erwähnen soll, allerdings bin ich der Meinung, dass das Thema ein großer Pluspunkt ist, um das Buch lesen zu wollen.
HIV und Aids sind Themen, die zwar immer mal wieder am Rande auftauchen, aber meist nur deshalb, weil sich die Charaktere darüber beschweren, dass sie in der Schule immer wieder an „safe sex“ erinnert werden und ihnen das peinlich ist.
Hier haben wir nun den Fall, dass HIV das zentrale Thema des Romans ist.

Lucy ist zu Beginn des Buches 16 Jahre alt und noch ist alles perfekt. Das ändert sich aber ziemlich schnell und sehr drastisch und sie hat so einige Gründe, um aus ihrem normalerweise sehr braven Leben ausbrechen und einen Abend lang alles vergessen zu wollen. Mit den Konsequenzen hat sie allerdings niemals gerechnet.
Ihre Reaktion auf die verschiedenen Konflikte in diesem Buch finde ich als Außenstehende, die mit solchen Situationen keinerlei Erfahrung hat, ziemlich realistisch. Sie tut nichts davon leichtfertig ab, sondern ist am Boden zerstört und verhält sich einfach echt.

Trotz des ernsten Themas lässt sich das Buch schnell und leicht lesen und die Sprache ist wirklich gut verständlich. Medizinische Ausdrücke etc. kommen kaum vor und obwohl es schon ein bisschen was an Informationen enthält, liest es sich kein bisschen wie ein Sachbuch oder als würde es einen als Leser belehren wollen.

Was mir besonders gefallen hat war, dass dieses Tabu-Thema endlich einmal aufgegriffen wurde. Bücher über Krebs oder andere Krankheiten überfluten momentan den Jugendbuch-Markt, aber eins über HIV ist mir darunter noch nicht begegnet und das finde ich wirklich schade, da das Thema ja wohl einiges an Aufmerksamkeit verdient.
Gerade durch die Sicht einer Jugendlichen wurde das Thema spannend verpackt und es hat mich unglaublich interessiert, wie die Protagonistin damit umgehen würde und welchen Einfluss das auf ihr Leben hat.
Ein weiterer Aspekt, der mir positiv aufgefallen ist, ist der normale Umgang mit Homosexualität. Es gibt mehrere schwule Charaktere in diesem Buch, aber darauf wird kein Fokus gelegt, weil es einfach als etwas Normales angesehen wird.

Fazit:
Ein Jugendbuch mit einer ernsten und ungewöhnlichen Thematik, was ich sehr neu und interessant finde. Vollste Empfehlung!
5/5 Punkten

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