Freitag, 17. Juni 2016

[Rezension] Die Selbstvergessenen

Autorin: Anna Palm
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
Format: Hardcover
Seitenzahl: 259
Preis: €14,95
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Reihe: -



Inhalt:
Sofia hat eine große Klappe und hält sich auch dann nicht zurück, wenn andere sich nicht trauen würden, etwas zu sagen. Das bringt sie in so einige Schwierigkeiten und nun hat sie es so weit getrieben, dass sie von der Schule fliegt und in ein Internat für schwer erziehbare oder kriminelle Jugendliche gesteckt wird. Dort stellt sie schnell fest, dass irgendetwas nicht stimmt. Die anderen Schüler sind alle perfekt, wunderschön, niemand erlaubt sich einen Fehltritt oder hat eine Schwäche, wirken aber seltsam teilnahmslos – und das von ehemaligen Kriminellen?

Meinung:
Die Idee hinter diesem Buch klingt wirklich spannend. Ich wusste vor dem Lesen nicht so recht, was mich erwarten würde und auch jetzt kann ich das Buch nicht mal eindeutig einem Genre zuordnen. Es ist wohl auch spannender, wenn man nicht weiß, in welche Richtung es gehen wird und sich einfach überraschen lässt.

Sofia fand ich gerade zu Anfang etwas anstrengend. Sie fängt gerne Streit an und gibt sofort Kontra, wenn jemand etwas sagt, was ihr auch nur annähernd nicht passt. Diese Eigenschaft behält sich auch noch im Internat und auch gegenüber ihrer Mutter ist sie sehr respektlos, was mich etwas gestört hat. Allerdings ist das aber natürlich notwendig, damit das Buch funktioniert. Trotzdem mochte ich sie ziemlich gerne und sie ist dadurch auf jeden Fall eine eher ungewöhnliche Protagonistin.

Dass im Internat etwas nicht mit rechten Dingen vor sich geht, merken sowohl Hauptfigur als auch Leser sehr schnell. Was genau dahinter steckt, ist aber lange unklar und die Spannung bleibt dadurch konstant aufrechterhalten. Es passieren außerdem Dinge, die man erst hinterher durch die Auflösung versteht und die nicht zu offensichtlich sind, was mir sehr gefallen hat. Dafür, dass die Autorin das Buch mit erst 17 Jahren veröffentlicht hat, ist es erstaunlich, wie logisch und schlüssig am Ende alles ist.

Eine Liebesgeschichte gibt es auch, aber bis auf kleinere Dinge hat sie mir gefallen und sie nimmt auch keinen zu großen Teil in der Handlung ein, auch wenn es im Klappentext etwas anders klingt.

Der Schreibstil ist jugendlich, aber realistisch und wirkt nicht gekünstelt, da die Autorin beim Schreiben ja selbst im Alter der Ich-Erzählerin war. Dadurch lässt sich das Buch angenehm und flüssig lesen und in Kombination mit der Spannung fliegen die Seiten nur so dahin.

Fazit:
Ein spannendes Jugendbuch von einer jungen Autorin, von der wir hoffentlich noch einiges zu lesen bekommen werden.
4/5 Punkten

Kommentare:

  1. Ich hab von dem Buch noch überhaupt nichts gehört, allerdings hört es sich doch sehr interessant an!
    Liebst, Emme ♥

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    1. Es ist leider wirklich sehr unbekannt und ich hoffe, dass sich das noch ändert. Das hat es auf jeden Fall verdient :)

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  2. Huhu Jacquy,
    auch ich kannte das Buch bis dato noch nicht. Als ich deine Inhaltsangabe gelesen habe, war meine Neugierde aber sofort geweckt. Das klingt nach einer sehr spannenden und fesselnden Geschichte. Ist auch gleich mal auf der Wunschliste gelandet. Vielen Dank für diese Rezension.

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

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    1. Hi Tanja,
      Freut mich, dass ich darauf aufmerksam machen konnte! :)

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