Mittwoch, 22. Juni 2016

[Rezension] Grischa - Eisige Wellen (#2)

Autorin: Leigh Bardugo
Verlag: Carlsen
Format: Hardcover/Taschenbuch
Seitenzahl: 434
Preis: €18,90 / €8,99
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Reihe: Grischa
1. Goldene Flammen (Rezension)
2. Eisige Wellen
3. Lodernde Schwingen


Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zu Band 1!


Inhalt:
Alina und Maljen ist es gelungen, sich aus der Gefangenschaft des Dunklen zu befreien und nun befinden sie sich auf der Fluch. Doch auch weit entfernt von allem erreichen sie die Gerüchte, dass der Dunkle die Schattenflut überlebt hat und nun die Macht über das Königreich an sich reißen will. Er wird nicht eher ruhen, bis er Alina wieder in seiner Hand hat und mithilfe ihrer Fähigkeiten seine Macht ins Unendliche vergrößern kann. Wird ihm das gelingen oder findet Alina eine Lösung?

Meinung:
Das Buch beginnt einige Zeit nach Ende des ersten Bandes. Im Prolog erfährt man grob, was in der Zwischenzeit passiert ist und steigt danach in Alinas und Maljens neues Leben ein. Es dauert allerdings nicht lange, bis die bisherige Harmonie wieder gestört wird und etwas passiert, was direkt zu Beginn schon den Spannungsbogen hochhält.
Das Buch hat einige solcher Momente, die es nie langweilig werden lassen. Ständig besteht die Gefahr, dass der Dunkle auftaucht und die Charaktere sind durchgehend angespannt, was auch auf den Leser übergeht.

Was mir an diesem Buch besonders gefallen hat, ist die Entwicklung der Charaktere. Niemand ist mehr so, wie man ihn am Anfang kennengelernt hat, weil sich alle sehr realistisch den Umständen entsprechend gewandelt haben. Alina kann mit ihrer neugewonnenen Macht nur schwer umgehen, sie verändert sich immer weiter von dem lieben und unschuldigen Mädchen weg, welches sie noch zu Beginn der Reihe gewesen ist. Auch Maljen ist natürlich nicht mehr so fröhlich und lebensfroh wie man ihn kennt.
Diese Veränderungen sind super realistisch und ganz objektiv ist es toll, dass sie stattfanden und die Charaktere nicht einfach so weitermachen, wie bisher, nachdem sie schreckliche Dinge durchmachen mussten, aber trotzdem hat es dafür gesorgt, dass die Stimmung gedrückter war und ich die Figuren nicht mehr so sympathisch fand, wie vorher. Genau das sorgt aber für noch mehr Tiefe, auch wenn sie schon vorher alles andere als eindimensional waren.

Die Handlung ist wie gesagt ziemlich spannungsgeladen. Entweder wird man plötzlich von einer gefährlichen Situation überrascht oder es gibt durchgehend ein gewissen Risiko, dass etwas passieren könnte. So kann man sich beim Lesen kaum entspannen, allerdings bleibt die Spannung so auch durchgehend erhalten, man fiebert mit und möchte kaum aufhören, zu lesen.

Fazit:
Insgesamt hat mir der Vorgänger ein Stückchen besser gefallen, was wohl an der nun sehr gedrückten Stimmung liegt. Die Entwicklung der Figuren und die allgegenwärtige Spannung haben mich allerdings komplett überzeugt.
4/5 Punkten

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