Montag, 12. September 2016

[Rezension] Ich würde dich so gerne küssen

Autorin: Patrycja Spychalski
Verlag: cbt
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 269
Preis: €7,99
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Reihe:
1. Ich würde dich so gerne küssen
2. Der eine Kuss von dir

Inhalt:
Frieda hat sich bisher meist an die groben Regeln ihrer Eltern gehalten, aber ein Junge schafft es, sie von heute auf morgen davon abzubringen. Als sie an ihrem Geburtstag Jeffer kennenlernt, weiß sie sofort, dass er etwas Besonderes ist. Spontan entschließt sie sich, während des Urlaubs ihrer Eltern für zwei Wochen bei ihm einzuziehen und ihr Leben ändert sich schlagartig. Der Alltag ist vergessen und es zählen nur noch Partys und Jeffer, obwohl niemand so genau weiß, was das zwischen ihnen überhaupt ist. Aber ist das wichtig?

Meinung:
Frieda ist eine tolle Protagonistin. Selten gibt es Protagonistinnen, die wirklich natürlich sind. Sie sind entweder sehr verwegen oder übertrieben brav und haben noch nie irgendwelche Regeln gebrochen und etwas verbotenes und „schlechtes“ getan. In diesem Fall wurde ein gutes Mittelmaß gefunden. Frieda ist nicht die unschuldige Jungfrau, wie man sie aus Jugendbüchern oft kennt, sondern hat schon realistische Erfahrungen gemacht. Außerdem raucht und trinkt sie und auch das ist für Jugendliche einfach natürlich.
Auch charakterlich mochte ich sie sehr, auch wenn sie für meinen Geschmack teilweise ein bisschen übertrieben hat und es mich schon genervt hat, wie oft bemerkt wurde, dass sie gerade eine Zigarette raucht.

Jeffer ist ziemlich ungewöhnlich. Jeder liebt ihn, die Mädels liegen ihm zu Füßen, aber ihn scheint das nicht unbedingt zu interessieren und er schätzt es nicht wert. Auf eine Weise ist er eigentlich ziemlich egoistisch, aber vor allem ist er undurchschaubar. Ich konnte als Leser seine Beweggründe nie nachvollziehen und es war nicht vorhersehbar, was er tun würde und so ging es auch Frieda.

Die Idee der Geschichte finde ich super. Die Schülerin, die während der Abwesenheit ihrer Eltern ihre Grenzen testet und ein bisschen Freiheit erleben möchte, ist realistisch und spannend und ich denke, viele werden sich da hineinversetzen können.
Mir hat es viel Spaß gemacht, sie bei diesem Abenteuer begleiten zu können.

Es geht um Freundschaft, Liebe, Unabhängigkeit und darum, sich selbst kennenzulernen und mal aus sich selbst und der gewohnten Umgebung herauszukommen. Nebenbei werden aber natürlich auch viele andere (wichtige) Themen angesprochen.

Fazit:
Eine tolle Geschichte über Freundschaft und darüber, neues auszuprobieren, mit einer sehr realistischen Hauptfigur.
4,5/5 Punkten

1 Kommentar:

  1. Hey =)

    Also ich finde das klingt wirklich lesenswert! Ich hätte schon Lust, Jeffer und Frieda mal kennenzulernen =).

    LG
    Anja

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