Freitag, 17. Februar 2017

[Rezension] Für dich soll's tausend Tode regnen

Autorin: Anna Pfeffer
Verlag: cbj
Format: broschiert
Seitenzahl: 320
Preis: €14,99
Kaufen? *klick*
Reihe: -


Inhalt

Emi musste von Heidelberg ins verregnete Hamburg ziehen und nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihre beste Freundin zurücklassen. Natürlich ist sie davon ganz und gar nicht begeistert. Als könnte ihre Laune noch schlechter werden, wird sie wegen eines Zwischenfalls in der Schule auch noch zum Putzdienst verdonnert, den sie ausgerechnet mit Erik ausführen muss – dem Arschloch, das überhaupt an der ganzen Sache Schuld ist. Vor allem ihm wünscht sie die verrücktesten Todesarten an den Hals, wobei das eigentlich zu ihren ganz normalen Hobbies gehört.


Meinung

Emi ist die Protagonistin des Buchs und ich fand sie klasse. Sie führt ein Buch mit Zeitungsartikeln zu den verrücktesten Todesursachen und nebenbei erfindet sie gerne eben solche für ihre Mitmenschen, egal ob sie es nun verdient hätten oder nicht. Natürlich versucht sie das für sich zu behalten, denn in der neuen Klasse ist sie sowieso das schwarze Schaf und das möchte sie nicht noch schlimmer machen. Obwohl das ein bisschen gruselig klingt, ist sie aber ganz normal und im Grunde ein netter Mensch, auch wenn sie nicht auf den Mund gefallen ist und sich nicht alles gefallen lässt. Sie hat eine ziemlich pessimistische Einstellung, weil sie mit ihrer Situation generell sehr unzufrieden ist und gerade damit kann man sich ganz gut identifizieren. Auch ihren Hass auf Erik konnte ich voll und ganz nachvollziehen und ihre Streitereien, die sich später zu Challenges steigern, die einer dem anderen stellt, fand ich super.

Die Geschichte ist unterhaltsam und witzig und der Stil, in dem sie geschrieben ist, passt dazu. Er ist jugendlich und leicht und lässt sich wunderbar lesen, weil er nicht zu gewollt, sondern einfach realistisch wirkt. Was mir hier auch gefällt ist die Tatsache, dass der Kontakt von Emi zu ihrer besten Freundin über WhatsApp erwähnt wird. Das ist zwar völlig alltäglich, aber in vielen Büchern wird die Existenz von Handys fast ignoriert, von echten Freunden mal ganz abgesehen.


Fazit

Sehr empfehlenswert, wenn ihr witzige und unterhaltsame Jugendbücher mögt. Hiermit könnt ihr praktisch nichts falsch machen!
5/5 Punkten

Kommentare:

  1. Huhu!

    Das Buch ist mir schon bei den Neuerscheinungen ins Auge gesprungen - gut zu lesen, dass es anscheinend so gut ist, wie es vom Klappentext her klang! Schöne Rezension, die einen guten Eindruck vermittelt. :-)

    Stimmt, mir ist auch schon öfter aufgefallen, dass Handys in Büchern kaum erwähnt werden, obwohl Menschen im echten Leben ja eigentlich ständig aufs Handy gucken. (Ich bin da eher eine Ausnahme, ich weiß eigentlich nie, wo mein Handy gerade ist, und meistens läuft das Guthaben der Prepaid-Karte irgendwann ab, weil ich 12 Monate nicht telefoniert habe...)

    LG,
    Mikka

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich habe mich auch gefreut, dass die guten Meinungen nicht zu viel versprochen haben.
      Genau, in Zeiten des Smartphones ist es eigentlich schon fast unrealistisch, wenn Jugendliche keins haben und wieso sollte das dann nicht auch in Büchern so sein? Hihi ja, soll's auch noch geben :)

      Liebe Grüße!

      Löschen